Von Thomas Brummer9. März 2022
So reagieren jetzt Anlage-Profis auf den aktuellen Krieg.

So reagieren jetzt Anlage-Profis auf den aktuellen Krieg

In der Ukraine herrscht weiterhin Krieg. So reagieren jetzt die Profis von UBS Asset Management in Sachen Asset Allocation.

Die Börsen dürften weiter stark schwanken. Der Grund: Russlands Krieg gegen die Ukraine. Mit der zunehmenden Invasion Russlands driftet die Verteilung der Wirtschafts- und Marktergebnisse weiter auseinander und die Schieflage werde immer gravierender. „Man sollte aber nicht die wirtschaftliche Lage vor der Invasion vergessen“, gibt Evan Brown, Leiter Multi-Asset Strategy bei UBS Asset Management, zu bedenken und konkretisiert: „Die Arbeitsmarktdaten der USA haben sich rapide verbessert, der europäische Dienstleistungssektor war auf gutem Weg der Erholung und in China waren die geld- und finanzpolitischen Anreize im Begriff, die Anzeichen für eine Stabilisierung der heimischen Wirtschaft zu verstärken. Aus unserer Sicht sind diese Grundlagen weiterhin intakt.“

Krieg: Steigende Energiepreise sollten keine Inflationsspirale auslösen

Der Krieg bedroht das Wirtschaftswachstum vor allem über höhere Energiepreise. Selbst ein größerer Sprung bei den Öl- und/oder Gaspreisen sollte allerdings keine nachhaltige Inflationsspirale in Gang setzen. Wahrscheinlicher wäre ein verlangsamtes Wachstum und in der Folge eine geringere Inflation.

Einen entscheidenden Einfluss auf die Märkte werde das Verhalten der Notenbanken haben. Die Europäische Zentralbank dürfte kurzfristig eher zögerlich sein beim Zurücknehmen der geldpolitischen Anreize. Die Straffungspläne der US-Notenbank hingegen sollten durch die gegenwärtige Krise weniger betroffen sein. Eine globale Rezession scheint äußerst unwahrscheinlich, vielmehr ist aufgrund der guten wirtschaftlichen Basis zu Jahresanfang ein weiteres Jahr mit einem Wachstum über dem Trend zu erwarten.

Auswirkung auf die Asset Allocation

Drei Grundsätze sieht Brown derzeit entscheidend für Asset-Allocation-Strategien. Erstens sollten stets genügend Kapazitäten zur Verfügung stehen, um das Risiko zu erhöhen, wenn Aktien oder Kredittitel nach unten übertreiben. „Zweitens halten wir an unseren Absicherungspositionen fest oder stocken sie sogar auf“, sagt Brown und ergänzt: „Wir haben unsere US-Dollar-Positionen erhöht und bevorzugen weiterhin Energieaktien und Rohstoffe. Energieaktien werden mit einer klaren Risikoprämie gehandelt, die sich sogar noch vergrößern könnte, wenn der Krieg zu Angebotsstörungen führt.“ Drittens hält Brown eine Rotation in Märkte, die aktuell ein attraktiveres Risiko-Chancen-Profil bieten, für zielführend: „Wir haben unser Übergewicht in europäischen Aktien etwas reduziert, dafür sind wir optimistischer für chinesische Aktien. Unserer Ansicht nach sind die Erwartungen der Investoren an das chinesische Gewinnwachstum zu pessimistisch.“

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