Solidvest arbeitet mit einer der größten VR-Banken zusammen

Laut übereinstimmenden Medienberichten geht der digitale Vermögensverwalter Solidvest (► Zum Testbericht) eine Kooperation mit einer großen Volksbank ein.

Die digitale Vermögensverwaltung dringt immer mehr in die alte Bankenwelt vor. Das zeigt unter anderem das jüngste Beispiel von Solidvest, das in der Volksbank Mittelhessen ein relatives Schwergewicht der genossenschaftlichen Banken gewinnen konnte. Zwar liegt bis dato noch keine offizielle Bestätigung vor, entsprechende Berichte gehen jedoch alle in diese Richtung. Daneben finden sich bereits von beiden Parteien entsprechende Internetseiten, in denen die Kooperation potenziellen Kunden schmackhaft gemacht werden soll. So ist etwa hierzu seitens der Volksbank Mittelhessen bereits zu lesen, dass das Angebot ab einer Anlagesumme von 10.000 Euro und einer monatlichen Sparplanausführung von mindestens 100 Euro zu haben ist. Alternativ genügt eine Einmalanlage von mindestens 25.000 Euro. Laut einem Bericht von finanz-szene.de teilen sich die Volksbank Mittelhessen und Solidvest die Gebühr in Höhe von 0,9 Prozent zu gleichen Teilen auf.

Solidvest unterscheidet sich von anderen digitalen Vermögensverwaltungen. Denn die Bayern setzen nicht auf ETFs, sondern auf Einzeltitel. Grundsätzlich setzt sich so das verfügbare Aktienspektrum aus etwa 30 Einzeltiteln zusammen, während der Anleihen-Anteil aus bis zu 20 verschiedenen Werten besteht. Darüber hinaus können Anleger ihre Aktien basierend auf zehn individualisierbaren Investmentthemen gewichten. Anleger haben außerdem die Möglichkeit, ihr Vermögen entsprechend ihrer Risikoneigung investieren zu lassen.

Kunden der Volksbank Mittelhessen haben die Wahl

Neben Solidvest können Kunden der Volksbank Mittelhessen auf einen digitalen Vermögensverwalter aus den eigenen Reihen setzen. Denn auch Meininvest aus dem Haus von Union Investment ist zugänglich. Meininvest unterscheidet sich von Solidvest durchaus. Hier setzt man statt auf ausgewählte Einzelwerte auf den breiten Markt. Die Hürden sind mit 500 Euro bei der Einmalanlage bzw. 25 Euro im Sparplan niedriger. Laut Anbieter liegen die Gebühren bei vergleichbaren 0,72 Prozent.

Kunden der Volksbank Mittelhessen haben damit die Wahl zwischen einem digitalen Ansatz, der sehr aktiv agiert und einem der eher auf die Märkte in ihrer Breite setzt. Man darf gespannt sein, ob noch weitere digitale Vermögensverwalter in der alten Bankenwelt Fuß fassen können, zumal Filialbanken wie die Deutsche Bank, die Sparkassen sowie die angesprochenen VR-Banken ohnehin längst hausinterne Lösungen vorzuweisen haben.

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