Von Thomas Brummer29. März 2022
Bis 2026 dürfte es 20 Millionen ETF-Sparpläne in Deutschland geben.

Studie: Bis 2026 dürfte es 20 Millionen ETF-Sparpläne in Deutschland geben

Das Wachstum von ETF-Sparplänen ist nicht zu stoppen. Das zeigt eine im Auftrag des Vermögensverwalters Blackrock veranlasste Studie des Anlegerportals extraETF.

Die Beliebtheit von ETFs setzt sich fulminant fort. „Kein Wunder, die Vorteile sprechen deutlich für sich: ETFs sind kostengünstig, effizient und renditestark. Sie werden von Verbraucherschützern, Finanzblogs und Finanzmedien als die beste Möglichkeit für Privatanleger, in den Kapitalmarkt zu investieren, empfohlen“, sagt Markus Jordan, Gründer und Geschäftsführer von extraETF. Den Erfolg der Anlagelieblinge belegen einmal mehr die Zahlen der ETF-Sparplan-Studie von extraETF und dem Vermögensverwalter Blackrock.

Die Zahl der ETF-Sparpläne dürfte sich in den nächsten Jahren mehr als vervierfachen

Die Studie zeigt, dass in Deutschland bis 2026 mit 20 Millionen ETF-Sparplänen zu rechnen ist. Zum Vergleich: 2021 waren es noch 4,9 Millionen Stück. Die Zunahme entspricht also einer Steigerung um mehr als dem Vierfachen – und das innerhalb von nur fünf Jahren. „Im Rahmen unserer aktualisierten Prognose erwarten wir in den kommenden fünf Jahren bei ETF-Sparplänen einen Zuwachs von rund 33 Prozent pro Jahr. 2026 dürfte damit fast jeder Vierte in Deutschland einen ETF-Sparplan abgeschlossen haben“, erklärt Christian Bimüller, Leiter des digitalen Vertriebs in Kontinentaleuropa bei Blackrock.

Privatanleger investieren bis 2026 etwa 350 Milliarden Euro in ETFs

Auch das Anlagevolumen dürfte sich in ähnlichem Maß erhöhen. Mit einem jährlichen Wachstum von 35 Prozent wird die Zunahme sogar noch etwas höher ausfallen als bei den ETF-Sparplänen. Das von Privatanlegern in ETFs investierte Anlagevolumen wird daher bis zum Jahr 2026 auf rund 350 Milliarden Euro ansteigen. „Schließlich werden im Jahr 2026 allein durch ETF-Sparpläne rund 34 Milliarden Euro neu in ETFs investiert. 2021 waren es gerade einmal gut acht Milliarden Euro“, so Jordan.

Kaum Alternativen und sinkende Barrieren

Der ETF-Boom in Deutschland ist vor allem durch Privatanleger begründet und ist sehr wahrscheinlich auf zwei Treiber zurückzuführen. Zum einen haben klassische Bankprodukte wie Sparbuch, Tages- oder Festgeld aufgrund der kaum vorhandenen Zinsen längst ausgedient. Zum anderen ist es dank sogenannter Neobroker so einfach und günstig wie nie, in die ETF-Anlage einzusteigen, wie Jordan berichtet: „Etliche Neobroker, aber auch einige bekannte Direktbanken bieten mittlerweile Hunderte sparplanfähige ETFs kostenfrei an. Und die Einstiegsbeträge gehen weiter zurück, so dass Anleger inzwischen bereits ab einem Euro pro Monat kontinuierlich Vermögen aufbauen können. Dies trägt dazu bei, Anlegerinnen und Anlegern den Zugang zum Kapitalmarkt zu erleichtern und die Geldanlage weiter zu demokratisieren.“

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