Auf der Suche nach Facebook 2.0

Disruptive Tech-Konzerne die ganzen Branchen revolutionieren entstehen immer wieder – Megatrend-ETFs machen sie investierbar.

Trotz seiner knapp 2,5 Milliarden Nutzern ist der Social-Media Gigant Facebook ein noch recht junges Unternehmen. Es blickt lediglich auf eine 16-jährige Firmengeschichte zurück. In dieser Zeit jedoch gelang es den Gründern rund um Mark Zuckerberg, aus einer ursprünglichen zur Bewertung der Attraktivität von Studentinnen konzipierten Website, das siebtgrößte Unternehmen der Welt zu formen.

Die Facebook-Revolution

Facebook erfand das Konzept des sozialen Netzwerks neu. Im Februar dieses Jahres feierte ein anderer „Gamechancer“ sein Jubiläum. Der Messenger-Dienst Whatsapp besteht nun seit zehn Jahren. Das Unternehmen revolutionierte den Messenger-Markt grundlegend. Es löste die SMS – bis dahin das wichtigste Kommunikationsmittel für Textnachrichten – ab. Im Jahre 2010 wurden in Deutschland jährlich noch circa 41,5 Milliarden SMS übermittelt. Im Jahre 2017 waren es nur noch 10,4 Milliarden SMS, das entspricht einem Rückgang von circa 75 Prozent. Um auf dieselbe Zahl von SMS zu kommen, benötigt Whatsapp in Deutschland gerade einmal vier Tage. Seit nunmehr fünf Jahren gehen beide Unternehmen Hand in Hand. Im Februar 2014 übernahm Facebook Whatsapp für schlappe 19 Milliarden Euro.

Beide Unternehmen stehen stellvertretend für eine Fülle an Unternehmen, die in den vergangenen Jahren ganze Geschäftsfelder revolutionierten. Auch ist klar, disruptive Unternehmen – die Facebooks, Amazons und Whatsapps dieser Welt – die ganzen Wirtschaftszweige umkrempeln, werden auch in Zukunft immer wieder entstehen. Neue innovative Unternehmen treten meist im Zuge industriellen Revolutionen auf den Plan. Am Ende der ersten industriellen Revolution stand die Erfindung der Dampfmaschine, die zweite prägte die Massenfertigung mithilfe von Fließbändern. Die dritte industrielle Revolution hatte seinen Ursprung im Aufkommen des Internets. Der allgemeinen Meinung zufolge befinden wir uns gerade am Beginn der nächsten industriellen Revolution – Industrie 4.0.

Für Anleger ist es zu Beginn dieser Phasen schwierig diejenigen Firmen auszumachen, die auch in Zukunft mit ihren Technologien und Ideen zu mehreren Milliarden schweren Konzern aufsteigen könnten. Sicher, eine Investition in Amazon in den Jahren um die Jahrtausendwende hätte aus heutiger Sicht astronomische Renditen geboten, doch genauso hätte es anders laufen können. Die Unternehmen des Neuen Markts beispielsweise versprachen zum Ende der neunziger Jahre ein hohes Renditepotenzial zu bieten, doch wer auf das falsche Pferd setzte, verlor alles. Zum Beispiel der Biotechnik und Datenspezialist Biodata – dessen Aktienkurs am Tag seines Börsengangs um satte 433 Prozent stieg – ging wenige Monate später in die Insolvenz. Zeitweise standen einem Umsatz von gerade einmal zehn Millionen Euro eine astronomische Marktkapitalisierung von mehr als vier Milliarden Euro gegenüber.

Diese ETFs setzen auf Zukunftswerte

Für Anleger, die die Chancen neuer disruptiver Technologien nicht verpassen wollen, sich aber nicht zutrauen, genau diejenigen Einzelaktien herauszufiltern, deren Geschäftsmodell in Zukunft die größtmögliche Chance auf Erfolg liefert, bieten sich ETFs an. Anleger, die in Unternehmen investieren wollen, die Technologien im Bereich Automatisierung und Robotik entwickeln, bietet sich der iShares Automation & Robotics UCITS ETF (WKN: A2ANH0) an. Die Gesamtkostenquote des thesaurierenden ETF liegt bei 0,40 Prozent. Mit 1,77 Milliarden Euro weißt der Fonds ein stattliches Volumen auf. Seit Auflage im September 2016 erwirtschaftete der ETF eine jährliche Rendite von mehr als 16 Prozent.

Lesetipp: Den Robotik-ETF von iShares haben wir uns bereits näher angesehen.

Auf den Megatrend Digitalisierung und Informationstechnologie fokussiert sich der Xtrackers MSCI World Information Technology UCITS ETF (WKN: A113FM). Anleger profitieren mit diesem ETF vom raschen technologischen Fortschritt insbesondere bei künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen. Der ETF ist thesaurierend konzipiert und weist eine Gesamtkostenquote von 0,30 Prozent auf. Das Fondsvolumen liegt derzeit bei gut 390 Millionen Euro. Seit Auflage im März 2016 rentierte der ETF jährlich mit mehr als 17 Prozent.

Fazit: Die nächste Welle an Unternehmen aus der Güteklasse Facebook, Amazon oder Apple kommt bestimmt. Für Anleger, welche die nächsten Megatrends nicht verpassen, jedoch das Risiko einer Einzelaktien vermeiden wollen, ist ein ETF, der in die Unternehmen der Zukunft investiert, die optimale Option.

Erfahren Sie in unserem Anlageleitfaden mehr über die Megatrends der Zukunft.