Von Redaktion20. Dezember 2021
Telekommunikations-ETF: Wieder Anschluss unter dieser Nummer

Telekommunikations-ETF: Wieder Anschluss unter dieser Nummer

Die Angst vor einer fünften Corona-Welle angefacht durch die rasante Verbreitung der Omikron-Variante sowie Inflationszahlen die lange, nicht mehr gekannte Höhen erreichen, lassen den einen oder anderen Anleger die Zusammensetzung des Portfolios überdenken. Anleger sollten diesen Telekommunikations-ETF auf dem Schirm haben.

Wenn man sich dann einmal anschaut, welche Branchen sich in den letzten zwölf Monaten eher unterdurchschnittlich entwickelt haben, landet man schnell bei den klassischen Telekommunikationswerten. Langweilig und angestaubt, oftmals keine zukunftsträchtigen Geschäftsmodelle, das sind die Meinungen, die man in diesem Zusammenhang zu hören bekommt.

Comback der Telekommunikation

Dies dürfte sich in den nächsten Monaten allerdings ändern. Mit einem überraschenden Übernahmeangebot beteiligt sich der Private-Equity-Riese KKR an der italienischen Telecom Italia. Aber was macht den Titel so interessant im aktuellen Umfeld? Schaut man einmal genauer hin, stellt man schnell fest, dass die großen Telefonanbieter, wie die Deutsche Telekom, die französische Orange aber auch die britische Vodafone sich vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan entwickelt haben.

Erprobte, cashflow-starke sowie – besonders spannend – corona-unabhängige Geschäftsmodelle versprechen dem Anleger die gewünschte Stabilität in unruhigen Börsenzeiten. Mit oftmals einstelligen Kursgewinnverhältnissen werden die Aktien der Branche aktuell deutlich günstiger gepreist als der Marktdurchschnitt und eröffnen so durchaus Potenzial für Kurssteigerungen. Untermauert wird der Business Case von überdurchschnittlich hohen Dividendenrenditen, die mehr als deutlich über dem allgemeinen Kapitalmarktzinsniveau liegen.

Internationaler Aufschwung

Dazu kommen noch zahlreiche Sonderfaktoren, wie zum Beispiel bei uns in Deutschland: Die Deutsche Telekom setzt mit ihrer Tochter T-Mobile USA neue Maßstäbe in den Vereinigten Staaten. Die Übernahme der Beteiligung von Softbank und die Gewinnung des japanischen Unternehmens als neuem Ankeraktionär, war mit der größte Coup des Unternehmens in den letzten Jahren.

Allein diese margenstarke Beteiligung deckt einen sehr großen Teil der Marktkapitalisierung der Deutschen Telekom ab und verspricht Kursfantasie. Aber auch bei der britischen Vodafone springen die Ampeln – trotz Brexit – immer mehr auf grün. Durch die starke Positionierung in vielen Ländern der Welt, im Bereich 5G, konnten zuletzt deutlich bessere Ergebnisse erzielt werden als vom Markt erwartet. Im Kurs hat sich dies allerdings bisher noch nicht niedergeschlagen.

Ein Telekommunikations-ETF für Anlegerinnen und Anleger

Wer nicht nur auf einzelne Aktien setzt, sondern eher auf die ganze Branche setzen will, findet durchaus eine ansprechende Auswahl an möglichen ETFs. Besonders hervorheben möchten wir den iShares STOXX Europe 600 Telecommunications UCITS ETF (WKN: A0H08R). Dieser ausschüttende, vollständig replizierende ETF setzt ausschließlich auf europäische Telekommunikationsunternehmen, die oben genannten Deutsche Telekom und Vodafone haben bei der Gewichtung in diesem Papier deutlich die Nase vorn.

iShares STOXX Europe 600 Telecommunications UCITS ETF (DE)

WKN: A0H08R ISIN: DE000A0H08R2
Kurs 21,62 €
Kosten (TER) 0,46 %
Fondsvolumen 238 Mio. €
Indexabbildung Physisch
1 Monat -3,96 %
Lfd. Jahr +1,15 %

Über den Autor: Marco Jansen

Marco Jansen ist Gesellschafter und Prokurist der Oberbanscheidt & Cie Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH in Kleve

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