Von Katja Brauchle9. März 2022
Überraschung: Fridays for Future-Generation achtet nicht auf nachhaltige Geldanlage

Überraschung: Fridays for Future-Generation achtet nicht auf nachhaltige Geldanlage

Die Generation Z hat sich in den letzten Jahren vor allem dadurch bekannt gemacht, dass sie für Klimaschutz und soziale Fragen lautstark auf die Straße gegangen sind. Umso überraschender, dass diese Themen bei der Geldanlage nebensächlich sind.

Die Umfrage wurde von Stromanbieter Vattenfall in Auftrag gegeben und von forsa durchgeführt. Dabei zeigt sich: Den Älteren scheint Nachhaltigkeit beim Investieren ein größeres Anliegen zu sein als den 18- 29jährigen.

Jugend-Boom an der Börse

Nur 29 Prozent der Befragten in dieser Altersgruppe gab an, Nachhaltigkeit bei der Geldanlage zu berücksichtigen. Insgesamt stimmten dem 39 Prozent der Teilnehmer zu und gerade die Gruppe Ü60 scheint auf grüne Investments zu achten: 46 Prozent gaben an, dass ihnen dies wichtig sei. Nun stellt sich die Frage, ob diese Zahlen deshalb zustande kommen, weil generell weniger junge Menschen an der Börse investieren. Doch laut Vattenfall ist das eher nicht der Grund: Immer mehr der jungen Generation wagen sich aufs Börsenparkett. Eine Studie des Deutschen Aktieninstitutes zeigte sogar, dass bereits 2020 rund 1,4 Millionen Deutsche zwischen 18 und 29 Teil der Börse sind – Tendenz steigend. Die Rede ist schon von „Generation Aktie“.

Umweltschutz auf anderer Ebene

Das bedeutet laut Studie jedoch nicht, dass junge Menschen weniger umweltbewusst sind, als die Älteren. Doch nur 12 Prozent der Befragten gaben an, nachhaltige Geldanlage sei für sie Teil eines bewussten Lebensstils. Wichtiger ist demnach das Verhalten im Alltag, etwa die Trennung von Müll oder sparsamer Umgang mit Energie. „Dabei können insbesondere Geldanlagen einen messbaren Beitrag zum Erreichen von Nachhaltigkeitszielen leisten“, so Jens Osterloh, verantwortlich für Customer-Experience-Management bei Vattenfall Europe Sales GmbH. „Mit dem Ersparten haben wir einen wirkungsvollen Hebel, um etwas für die Umwelt zu tun.“ 

Doch woran liegt es, dass die Jugend ihre Geldanlage nicht nach nachhaltigen Aspekten auswählt? Möglicherweise ist die Diskussion rund um Greenwashing und Umweltschutz als Marketing-Strategie ein Grund. Denn nicht überall, wo ESG draufsteht, ist bei näherer Betrachtung auch Umweltschutz und soziale Verantwortung drin. Und herauszufinden, welche Finanzprodukte wirklich das halten, was sie versprechen, ist nicht ganz einfach. Es bedarf nicht nur Zeit zur Recherche, sondern auch Hintergrundwissen, welches nicht jede Anlegerin und nicht jeder Anleger hat.

Tipp: Hier erfährst du alles, was du über das Investieren in Nachhaltigkeits-ETFs wissen musst.

Schritt in die richtige Richtung

Dennoch: Etwa in ETFs zu investieren, die auf Nachhaltigkeitskriterien beruhen, ist ein Schritt in die richtige Richtung – und je mehr Menschen in diese Produkte investieren, desto besser und vielfältiger wird das Angebot. Wenn du dich für die nachhaltige Geldanlage interessierst, schau gern auf unserer Themenseite vorbei – hier erfährst du alles, was du wissen musst, um das geeignete Produkt für dich zu finden. 

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