2. September 2022
Unter der Lupe: Diese Anlagestrategien solltest du kennen

Unter der Lupe: Diese Anlagestrategien solltest du kennen

Grundsätzlich geht es bei der Geldanlage dabei, gute Renditen zu erzielen, um eigenes Kapital aufzubauen oder bestehendes zu erhöhen. Wie man dieses Ziel erreichen will, hängt von deinen individuellen Bedürfnissen und Situationen ab. Bevor du Geld investierst, solltest du eine Strategie wählen – blind drauf loslaufen ist keine gute Idee. Doch welche Anlagestrategien gibt es überhaupt?

Eine Anlagestrategie ist die individuelle Methode wie eine Anlegerin oder ein Anleger bei der Geldanlage vorgeht. Je nach Anlageziel und -horizont, dem eigenen Risikoverhalten und der persönlichen Situation stellst du dir also deinen Plan zusammen. Das ist deine individuelle Anlagestrategie. Es gibt die Möglichkeit, aktive oder passive Anlagemethoden zu verfolgen. Du setzt also entweder auf aktives Fondsmanagement oder auf passive Produkte wie börsengehandelte Indexfonds. Diese sind im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds günstiger und performen häufig sogar besser als die aktiven Fonds.

Welche Anlagestrategien gibt es?

Es gibt unzählige Anlagestrategien, die sich manchmal gar nicht so sehr unterscheiden. Viele von ihnen kannst du sowohl aktiv als auch passiv umsetzen. Einige der beliebtesten sind:

Die Buy-and-Hold-Strategie ist eine der bekanntesten Methoden. Sie ist auf einen Anlagehorizont von mindestens fünf Jahren ausgelegt. Im Kern geht es darum, dass du deine Wertpapiere in Ruhe arbeiten lässt. Kursschwankungen gleichen sich durch den langen Zeitraum aus. Du erwirtschaftest mit einem breit aufgestellten Portfolio langfristig Gewinne, ohne zwischendurch einzugreifen.

Bei der Dividendenstrategie, der Name verrät es schon, orientierst du dich an der Dividende des Unternehmens. Eine Firma, die viel Gewinn an die Anlegerinnen und Anleger ausschüttet, scheint zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. Das lässt vermuten, dass sich dieses Unternehmen positiv entwickelt, was dir als Aktionär entgegenkommt. Ein weiterer Vorteil: Du profitierst von regelmäßigen Auszahlungen, wenn die Dividenden ausgeschüttet werden. Das wird auch als Income-Strategie bezeichnet.

Antizyklisch investieren vor allem erfahrene Investorinnen und Investoren. Bei dieser Strategie kaufen sie Aktien bei niedrigem Kurs und verkaufen die Wertpapiere, sobald der Kurs wieder steigt. So erwirtschaften sie Gewinne. Eine Garantie dafür, dass ein Aktienkurs sich wieder erholt, gibt es allerdings nicht, weshalb vor allem bei dieser Strategie auch mit Verlusten zu rechnen ist.

Wie der Name es schon vermuten lässt, setzt du beim prozyklischen Investieren auf das Gegenteil – nämlich auf gerade gute Kurse. Diese Strategie wird deshalb auch Momentum-Strategie genannt. 

Möchtest du grundsätzlich auf Nummer sicher gehen, aber zusätzlich ein bisschen was wagen, könnte die Core Satellite-Strategie das Richtige für dich sein. Hierbei hast du ein breit gestreutes, auf Dauer ausgelegtes ETF-Portfolio, dass den Kern deiner Anlage bildet. Drum herum platzierst du mehrere kleine Investitionen, die Satelliten, bei denen du mehr Risiko eingehst. Diese bringen dir, wenn alles gut läuft, dann auch eine zusätzliche, gegebenenfalls höhere Rendite.

Wie der Name es schon vermuten lässt, geht es bei der Value-Strategie in erster Linie um den Wert eines Unternehmens. Investorinnen und Investoren kaufen bei dieser Methode Aktien, die als unterbewertet betrachtet werden. Die Begründer dieser Strategie sind Benjamin Graham und Warren Buffett – immerhin einer der reichsten Menschen der Welt.

Auch bei der Growth-Strategie ist der Name Programm: Du investierst mit dieser Methode in Unternehmen, denen man ein starkes Wachstum vorhersagt. Häufig sind das Start-ups, die zum Beispiel im Bereich IT tätig sind. Ob sich die Vorhersagen des prognostizierten Wachstums allerdings tatsächlich erfüllen, kann niemand mit Sicherheit sagen.

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Wie setze ich meine Anlagestrategie um?

Hast du die Anlagestrategie gefunden, die am besten zu dir passt, musst du sie nur noch umsetzen. Dazu überlegst du dir, welche Anlageklassen für dich sinnvoll sind. Neben Aktien, Anleihen, ETFs und Co. kannst du beispielsweise auch auf Spareinlagen oder festverzinsliche Wertpapiere setzen. Die höchsten Renditen versprechen Börsenprodukte. ETFs sind dabei ein kostengünstiges, relativ unkompliziertes Anlageprodukt, das dir viele Möglichkeiten und gute Renditen bietet.