Vaneck mit einem neuen Wasserstoff-ETF

Etliche Anleger interessieren sich für einen Wasserstoff-ETF. Die Auswahl in dem noch jungen Anlagesegment wird nun durch Vaneck etwas größer.

Der Asset Manager Vaneck hat den VanEck Vectors Hydrogen Economy UCITS ETF (WKN: A2QMWR) an der Deutschen Börse gelistet. Der ETF investiert weltweit in Unternehmen, die ihren Umsatz hauptsächlich in der Wasserstoffbranche generieren, wie beispielsweise Wasserstoff-Produzenten, Brennstoffzellen-Hersteller oder Unternehmen aus dem Elektrolyse-Bereich. Der thesaurierende ETF kommt auf eine Gesamtkostenquote (TER) von 0,55 Prozent.

Über den neuen Wasserstoff-ETF

Der ETF ist der bisher fokussierteste Wasserstoff-ETF mit dem Ziel für Anleger den Sektor am genauesten abzubilden. „Zusammen mit unseren Indexteam von MVIS haben wir daran gearbeitet, die zielgerichtetste Investmentlösung im Bereich Wasserstoff zu entwickeln, die sich von den bisher breiteren Lösungen unterscheiden“, erklärt Martijn Rozemuller, Leiter von Vaneck in Europa.

Mit Blick auf den Klimawandel verpflichten sich mehr und mehr Regierungen weltweit, die CO2- Emissionen drastisch zu reduzieren oder sogar eine kohlenstofffreie Wirtschaft zu schaffen. Wasserstoff als saubere Energiequelle wird hierbei als ein wichtiger Teil der Lösung und Energieträger der Zukunft angesehen.

„Anleger suchen vermehrt nach Investitionsmöglichkeiten in nachhaltige Technologien und Lösungen für die Zukunft“, erklärt Dominik Schmaus, Produktmanager bei Vaneck. „Mit unserem VanEck Vector Hydrogen Economy UCITS ETF bieten wir ihnen die Möglichkeit, breit in die Zukunftstechnologie Wasserstoff zu investieren, um an der langfristigen CO2-Reduktion in vielen Wirtschaftsbereichen teilzuhaben.“

Wasserstoff auf dem Vormarsch

Für das Jahr 2050 – dem Zeitpunkt, an dem viele große Volkswirtschaften CO2-neutral sein wollen – erwartet die Beratungsgesellschaft McKinsey, dass Wasserstoff in Sektoren wie beispielsweise der Schifffahrt, dem Busverkehr, der Stahlproduktion, in der Gebäudeheizung oder auch als Stromspeicher eine wichtige Rolle spielen wird. Die Europäische Kommission hat Wasserstoff in den Mittelpunkt ihrer Pläne für eine Energiewende gestellt und will bereits bis 2030, also in weniger als 10 Jahren, mindestens 40 Gigawatt an Elektrolyseuren, also Einrichtungen zur Wasserstoffgewinnung, zur Verfügung haben.

Investition in Unternehmen mit Fokus auf Wasserstoff-Technologie

„Die Bedeutung von Wasserstoff als elementarer Energieträger und Rohstoff in vielen Bereichen der Industrie und Wirtschaft wird weiter zunehmen, um deren Dekarbonisierung erfolgreich vorantreiben zu können“, sagt Rozemuller. „Mit Investitionen in Unternehmen aus der Wasserstoffbranche können Anleger an diesem Prozess und der langfristigen Entwicklung dieser Firmen teilhaben.“

Der Pure-Play-Ansatz

Mit einem sogenannten Pure-Play-Ansatz setzt der ETF dabei gezielt auf solche Unternehmen, die mindestens 50 Prozent ihres Umsatzes in der Wasserstoff-Industrie generieren oder die dies absehbar künftig machen werden. „Auf diese Weise können Anleger sicher sein, dass ihr Investment auch hauptsächlich in solche Unternehmen fließt, die sich auf die Zukunftstechnologie Wasserstoff konzentrieren“, sagt Schmaus.

Tipp: Setzen Sie auf breite Streuung bei der Geldanlage. Verlassen Sie sich nicht nur auf einzelne Branchen- oder Themen-ETFs. Entscheiden Sie sich daher am besten für eine globale Zusammensetzung Ihres Depots. Lassen Sie sich hierbei von unseren Musterportfolios inspirieren.

Der VanEck Vectors Hydrogen Economy UCITS ETF bildet den MVIS Global Hydrogen Economy Index ab, der die Gesamtentwicklung des globalen Wasserstoffsegments darstellen soll. Der Index versucht, die liquidesten Unternehmen der Branche, basierend auf Marktkapitalisierung und Handelsvolumen, abzubilden. In gewissem Umfang werden auch Brennstoffzellen- und Industriegasunternehmen berücksichtigt.

Tipp: Mit den Tools und Funktionalitäten von extraETF haben Sie Ihr Depot stets im Blick und können es perfekt analysieren.

Trotz aller Vorteile ist ein Investment in die Wasserstoffwirtschaft mit einem Kapitalverlustrisiko verbunden. Der Wert einer Anlage kann steigen oder fallen und Anleger erhalten ihren investierten Betrag unter Umständen nicht zurück. Die in der Vergangenheit erzielte Wertentwicklung bietet keine Gewähr für die zukünftige Wertentwicklung und sollte nicht als einziger Faktor bei der Auswahl eines Produkts berücksichtigt werden.