Volatilitätsrisikoprämie-ernten

Mit neuem ETF von Tabula Volatilitätsrisikoprämie ernten

Der neue ETF des britischen ETF-Anbieters Tabula Investment Management ermöglicht es Anlegern, an der Differenz zwischen realisierter und impliziter Volatilität in den Märkten für Credit Default Swap (CDS)-Indexoptionen zu partizipieren. So können Investoren die Volatilitätsrisikoprämie ernten.

Alternative Risikoprämien sind bei Anlegern beliebt, da sie nach Renditequellen suchen, die eine geringe Korrelation zum traditionellen Marktrisiko aufweisen. UBS hat berechnet, dass rund 24 Milliarden Euro in alternative Risikoprämien im UCITS Format investiert wurden. (UBS, Juni 2019). In Aktien sind die Volatilitätsprämienstrategien besonders stark gewachsen, da institutionelle Asset Allokatoren versuchen, die Volatilitätsrisikoprämie zu ernten. Die Extraktion der Risikoprämie ist definiert als das Bestreben, den Unterschied zwischen impliziter und realisierter Volatilität zu erfassen. Dies kann in verschiedenen Anlageklassen durch den Verkauf einer Reihe von Optionen unter Absicherung des zugrunde liegenden Marktrisikos erreicht werden.

Die Volatilitätsrisikoprämie in Kreditmärkten

Strategien, die Volatilität verkaufen, müssen ihr Risiko gegenüber Tail-Risiken managen. Dies wurde im Februar 2018 durch eine Reihe von Short Volatility Equity-Strategien mit Hebelwirkung verdeutlicht. Allerdings sind nicht alle Volatilitätsstrategien gleich.  Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem Halten einer „nackten“ Short-Position und der Absicherung Ihres zugrunde liegenden Marktrisikos. Darüber hinaus hat die Kreditvolatilität fortwährend begrenztere Draw-downs mit schnellerer Erholung als Aktienvolatilität gezeigt.  Zusätzlich zu der begrenzten Korrelation zu Aktien und Zinsen, weist die Kreditvolatilität meist halb so große Schwankungen wie die Zinsvolatilität auf.

Während Strategien, die Zugang zu Aktienvolatilität liefern, durchaus üblich sind, ist der Ansatz für Kreditrisiken relativ neu. In der Vergangenheit war der strukturelle Verkauf von Kreditvolatilität eine Domäne für spezialisierte Asset Manager und Hedgefonds. Aufgrund des Wachstums und der Entwicklung des CDS-Optionsmarktes in den letzten Jahren ist es jedoch nun einer breiteren Investorenbasis möglich, die Volatilität von Kreditrisiken als eigenständiges Asset zu handeln.

Der ETF-Anbieter Tabula versucht diesen Trend nun zu nutzen, indem er zusammen mit JP Morgan den ersten investierbaren, UCITS-konformen ETF Tabula J.P. Morgan Global Credit Volatility Premium Index UCITS ETF EUR (WKN: A2PFWW) entwickelt hat, der es Anlegern ermöglicht, ein passives Engagement in Kreditvolatilitätsrisikoprämien zu investieren.

Die Volatilitätsprämien in Credit in der Vergangenheit durch Nachfrageüberhang getrieben

  • Die starke Nachfrage nach CDS-Indexoptionen hat in der Vergangenheit das Wachstum und die Diversifizierung der Optionsverkäufer übertroffen.
  • Zu den typischen Optionskäufern gehören Bank CVA und Loan Desks, Versicherungsgesellschaften, Rentenportfoliomanager und Hedgefonds, die kaufen zur:

-Absicherung von Kreditrisiken ohne Verkauf der zugrunde liegenden Positionen

– Reduzierung der ökonomischen und regulatorischen Eigenkapitalanforderungen

  • In der Zwischenzeit sehen sich Volatilitätsverkäufer mit Eintrittsbarrieren konfrontiert:

– Kreditoptionen werden lediglich außerbörslich gehandelt;

– Daten sind teuer und im Vergleich zu anderen Anlageklassen schwer zugänglich;

– Der Handel von CDS-Indexoptionen erfordert spezielle Infrastruktur zur Ausführung

Infolgedessen übersteigt die Prämie bei CDS-Indexoptionen tendenziell diejenige der Aktienvolatilität:

 

 

Quelle: JP Morgan / Bloomberg

Die Strategie zielt darauf ab, die Volatilitätsrisikoprämie in Kreditrisiken zu erwirtschaften und gleichzeitig Drawdowns zu begrenzen.

  • Der J.P. Morgan Global Volatility Premium Index (JCRRVOLP) zielt darauf ab, die Volatilitätsrisikoprämien im iTraxx Crossover und CDX HY Index zu realisieren, indem er Payer- und Receiver-Optionen auf diese beiden Indizes verkauft und täglich das resultierende Marktrisiko absichert.
  • Drawdowns waren historisch in der Regel begrenzt, da Hochzinsanleihen typischerweise eine geringere realisierte Volatilität aufweisen als ähnliche Strategien auf Aktien.
  • Darüber hinaus hat sich die Kreditvolatilitätsstrategie tendenziell schneller von diesen Drawdowns erholt.
  • Verfügbar in einem passiven Investmentvehikel über den Tabula J.P. Morgan Global Credit Volatility Premium Index UCITS ETFs.

Die Strategie hat zudem niedrigere Drawdowns im Vergleich zu High Yield Benchmarks gezeigt:

IndexJCREVOLPGlobal HY CDSGlobal HY Bonds
2008 Finanzkrise-6,2%-21,9%-31,7%
2010 Griechenlandkrise-9,7%-7,4%-4,8%
2011 Eurozonenkrise-4,0%-12,5%-8,5%
2012 Eurozonenkrise-3,3%-9,1%-3,7%
2013 Anleiheankäufe-7,1%-4,8%-2,3%
2016 Q1 Aktienkursverfall-1,7%-2,4%-4,7%
2016 Brexit-6,7%-4,7%-9,3%
2018 VIX-Anstieg-2,4%-0,5%-0,5%
2018 Q4 Aktienkursverfall-4,1%-3,5%-1,3%
Maximaler Verlust-9,7%-21,9%-31,7%
Durchschnittlicher Verlust-5,0%-7,4%-7,4%

Quelle: J.P. Morgan. 3 January 2008 bis 17 April 2019

Berücksichtigung von Kreditvolatilität in breiteren Anleihenportfolios

Tabula untersuchte in einem kürzlich erschienenen Whitepaper die Auswirkungen des Austausches  eines Teils von a) einem Hochzins-Portfolio und b) einem 60 %igen Investment Grade /40 % Hochzins-Portfolio durch eine Credit Volatilitätsrisikoprämien-Strategie.  Die Ergänzung der Prämienstrategie reduzierte die maximalen Kursrückgänge und verbesserte die risikoadjustierten Renditen in beiden Fallstudien (unter Verwendung von simulierten Portfolios, die aus gängigen Benchmark-Indizes bestehen, mit Backtesting für JCREVOLP-Daten vor März 2012, basierend auf internen JPM-Daten).

Studien von Investmentbanken sowie wissenschaftliche Arbeiten zu Volatilitätsrisikoprämien  in Kreditrisiken liegen seit 2011 vor, der Zugang über kosteneffiziente und transparente Vehikel ist eine Neuentwicklung und öffnet die Tür für eine Reihe von institutionellen Investoren.

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