Vom wieder steigendem Konsumklima in Europa profitieren

Nach Lockerungen des Lockdown hellt sich das Konsumklima in Deutschland und Europa wieder leicht auf.  Mit einem ETF auf zyklische Konsumgüter können Anleger auf eine Erholung dieses Sektors in Europa setzen.

Steigende Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit im Zuge der Coronapandemie ließ die Verbraucherstimmung weltweit, so auch in Europa, deutlich einbrechen. Die Auswirkungen waren dabei allein im europäischen Raum sehr unterschiedlich. So mussten laut einer aktuellen Studie von Pricewaterhousecoopers (Pwc) in Deutschland und den Niederlanden lediglich rund ein Drittel der Verbraucher Einkommenseinbußen infolge der Coronakrise in Kauf nehmen, in Italien waren dies hingegen 57 Prozent und in Spanien sogar 61 Prozent. Die Auswirkung auf das Konsumklima waren jedoch in ganz Europa verheerend. Allein in Deutschland verzeichnete der GfK-Konsumklimaindex den schwersten jemals von den Konsumforschern verzeichneten Einbruch auf – 23,1 Punkte. Nicht viel anders war es in anderen Staaten Europas.

Konsumklima verbessert sich allmählich wieder

Doch die allmähliche europaweite Lockerung des Lockdowns lässt wieder Hoffnung aufkeimen, die Verbraucherstimmung hellt sich wieder leicht auf. So prognostiziert  die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) für Juli 2020 einen Wert von -9,6 Punkten und damit neun Punkte mehr als im Juni dieses Jahres (revidiert -18,6 Punkte). Seit seinem Tiefpunkt konnte der Index so um 13,5 Prozentpunkte zulegen. Zu dieser Aufhellung der Verbraucherstimmung trägt laut der GfK auch die zeitweise Senkung der Verbrauchersteuer auf 16 bzw. 5 Prozent bei. So planten 29 Prozent der Deutschen, größere, vor allem bereits geplante Anschaffungen vorzuziehen.  Profitieren dürften dabei vor allem zyklische Konsumgüter wie Haushaltswaren, Unterhaltungselektronik oder der IT-Bereich. 

Auch in anderen europäischen Staaten hellt sich das Verbrauchervertrauen wieder auf.  So stieg das von Statistikamt Insee erhobene Konsumklima in Frankreich um vier Punkte auf 97 Zähler. Die mittleren Erwartungen von Analysten betrugen 95 Punkte und wurden überboten. Das Barometer für das Konsumklima in Italien kletterte überraschend kräftig auf 100,6 Punkte. Im Mai hatte es mit 94,3 Zählern den niedrigsten Stand seit Dezember 2013 gegeben.

Mit ETF auf verbessertes Konsumklima setzen

Der dramatische Kurseinbruch blieb nicht ohne Folgen für ETFs auf den Sektor zyklische Konsumgüter.  So verlor der SPDR MSCI Europe Consumer Discretionary UCITS ETF (WKN: A1191M) auf Sicht der vergangenen sechs Monate bis Ende Juni knapp 19 Prozentpunkte. Und noch immer ist er mit gut 14 Prozent im Minus. Mit dem ETF können mutige Anleger auf eine Erholung dieses Sektors setzen. Der ETF umfasst 57 Aktien insbesondere aus Frankreich, Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Italien sowie der Schweiz. Zu den Top-Positionen zählen die Aktien von LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton, Adidas, Prosus, Kering oder Daimler. Die Abbildung des Index erfolgt physisch. Erträge werden thesauriert Die Gesamtkostenquote des ETF beträgt 0,30 Prozent. 

SPDR MSCI Europe Consumer Discretionary UCITS ETF

WKN: A1191M ISIN: IE00BKWQ0C77
Kurs 121,18 €
Kosten (TER) 0,30 %
Fondsvolumen 68 Mio. €
Indexabbildung Physisch
1 Monat +6,02 %
Lfd. Jahr -8,48 %