Was Sie vom wichtigsten Finanzbuch der Welt übers Investieren (mit ETFs) lernen

Es gilt als eines der wichtigsten Finanzbücher überhaupt. Doch wie gut ist Money von Tony Robbins wirklich? Das Finanzbuch im Check – plus die wichtigsten Learnings.

Tony Robbins ist der berühmteste Erfolgscoach der Welt. Persönlichkeiten wie Barack Obama, Oprah Winfrey und David Beckham gehören zu seinem exklusiven Teilnehmerkreis. Das Erreichen finanzieller Freiheit steht bei ihm ganz oben auf der Liste der Persönlichkeitsentwicklung. 2014 erschien sein Bestseller „Money: Die 7 einfachen Schritte zur finanziellen Freiheit“.

Das beeindruckende an der Entstehung seiner Bücher ist die Tatsache, dass Robbins keine Mühe scheut. Für „Money“ unterhielt er sich mit 50 der erfolgreichsten Investoren der Welt – darunter auch Legenden wie Warren Buffet oder Ray Dalio.

Wir haben für Sie dir fünf wichtigsten Erkenntnisse aus dem Finanzbuch zusammengefasst.

Learning 1: ETFs sind die beste Art, wie Sie Vermögen aufbauen

Die von Jack Bogle entwickelten Anlagevehikel sind laut Robbins eine der wichtigsten Erfindungen für Privatanleger. Ohne kostengünstige Indexfonds („ETFs“) müssten Investoren eine große Anzahl an Einzelaktien für denselben Diversifikationsgrad kaufen. Mit einem ETF können Anleger bereits mit einem Kauf breit in die Märkte investieren – zu einem Bruchteil der Kosten.

Besonders Einsteiger profitieren davon. Vorbei sind die Zeiten, in denen sie sich in die Welt der Aktienbewertung und Finanzanalyse hineindenken mussten. Heute genügt einfach ein Sparplan auf einen breitgestreuten Marktindex – und das war’s. Fundiertes Finanzwissen ist dafür nicht notwendig.

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Learning 2: Kosten verursachen große Unterschiede in Ihrem Nettovermögen

Wer meint, dass 1 Prozent Kosten keine große Rolle beim Vermögensaufbau spielen, liegt leider daneben. Kosten sind der wichtigsten Einflussfaktor auf die Portfoliorendite, die wir kontrollieren können.

Aus dem Grund macht ein Umstieg auf ETFs auch so viel Sinn. Aktive Investmentfonds enthalten im im Durchschnitt die gleichen Werte. Die Kosten sind jedoch im Durchschnitt 1,5 Prozent höher. Das macht keinen Sinn. Bei einem Investment von 10.000 Euro über einen Zeitraum von 25 Jahren (Rendite 6 Prozent p.a.) verlieren Sie so als Privatanleger ca. 12.000 Euro an Vermögen. Aus dem Grund: Reduzieren Sie die Kosten Ihrer Geldanlage.

Learning 3: Die Finanzwelt ist nicht so schwer zu verstehen

Sie müssen nicht wissen was Optionen, Swaps, Calls, Puts, Volatilität, Maximum Drawdown oder Derivate sind. Viele Finanzdienstleister nutzen eine komplexe Ansprache, um Ihnen das Gefühl zu geben, dass Sie mit der Materie nicht allein gelassen werden wollen. Da steckt sehr viel Marketing-Kalkül dahinter.

Aber: Sie müssen diese ganzen Begriffe nicht kennen. Niemand braucht komplexe Finanzinstrumente, um erfolgreich Vermögen aufzubauen. Ganz im Gegenteil, denn wer auf grundlegende Anlagevehikel – wie z.B. ETFs – setzt und sie langfristig hält, ist historisch betrachtet immer erfolgreicher gewesen. Suchen Sie sich passende Quellen, um sich ein grundlegendes Finanzwissen aufzubauen und lernen Sie mit praktischer Erfahrung dazu.

Learning 4: Lesen ist ein großer Erfolgsfaktor

Warren Buffett sagt, dass er ca. 80 Prozent seines Tages mit Lesen verbringt. Bill Gates liest jedes Jahr 50 Bücher. Und auch Venture Capitalist Mark Cuban liest im Schnitt drei Stunden pro Tag.

Es ist kein Geheimnis, dass die erfolgreichsten Menschen der Welt sehr viel lesen. Wer liest, erweitert seinen Horizont, eignet sich neue Fähigkeiten an und wird selbstbewusster. All diese Faktoren haben einen enormen Einfluss auf unseren persönlichen sowie auch geschäftlichen Erfolg.

Ich persönlich habe mir meine Finanzbildung aus Büchern gezogen, als ich noch zur Schule ging. Mit diesem Mindset-Upgrade eröffnen sich komplett neue Perspektiven im Leben. Heute blocke ich mir jeden Tag zwei Stunden, um mich auf den unterschiedlichsten Gebieten weiterzubilden. Ein gut geschriebenes Finanzbuch kann sehr wertvoll sein. 

Learning 5: Der Zinseszins ist Ihr bester Freund

Zeit ist einer unserer wichtigsten Assets. Je früher wir anfangen zu investieren, desto weniger finanziellen Aufwand müssen wir leisten, um unsere langfristigen Ziele zu erreichen. Der Zinseszins hilft uns dabei.

Wer 10.000 Euro direkt mit 27 Jahren investiert (durchschnittliche Rendite: 6 Prozent), darf sich zum Renteneintritt mit einem Vermögen in Höhe von 102.857 Euro freuen. Wer nur fünf Jahre später investiert, reduziert seinen Endwert auf 76.860 Euro. Und wer erst mit 37 Jahren mit dem Investieren startet, erreicht zum Renteneintritt nur einen Kontostand von 57.434 Euro.

Verstehen Sie mich nicht falsch, die Werte sind alle beeindruckend. Jedoch wird relativ schnell klar, dass ein früher Einstieg sich in jedem Fall lohnt.

Wie gut ist das Finanzbuch von Tony Robbins?

Wird das Finanzbuch dem ganzen Hype rund um Anthony Robbins gerecht? Absolut nicht. Für Anfänger ist es ein gutes Buch, um einen Einstieg in die Finanzwelt zu finden. Ansonsten werden Sie in dem Buch nicht viel Neues finden. Es handelt sich im Großen und Ganzen um eine grobe Zusammenfassung von dem, was heute den meisten Privatanlegern gepredigt wird: „Breit streuen, auf die Kosten achten und so früh wie möglich anfangen.“.

Dennoch ist Robbins mit dem Finanzbuch ein großer Erfolg gelungen, der viele Menschen dazu inspiriert hat, sich stärker mit ihren Finanzen zu beschäftigen. Und allein dafür schreibe ich dem Buch persönlich eine hohe Relevanz zu. Rein inhaltlich bin ich ehrlicherweise enttäuscht worden.

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