Wenn Sie diesen Börsenmythen glauben, werden Sie niemals reich

Börsenmythen gibt es zuhauf. Einige sind sogar recht hilfreich. Andere hingegen gehören in die Tonne. Denn diese verhindern, dass Sie an der Börse wohlhabend werden.

Um die Börse ranken sich vermutlich ebenso viele Mythen wie über die versunkende Stadt Atlantis. Jedoch kann man viele dieser Mythen gleich mit der besagten Stadt in das Reich der Fabeln verweisen. Oder haben sie doch ein Fünkchen Wahrheit? Unser Autor klärt über 3 Börsenmythen auf.

Mythos 1: Die Börse ist nur etwas für Reiche

Ein Mythos der vermutlich genauso alt ist wie die Börse selbst. Die Börse soll nur etwas für Reiche sein. Zugegeben, wenn man mit einer gewissen Summe an der Börse starten kann, ist es mit der richtigen Strategie leichter sofort höhere Gewinne zu erwirtschaften. Doch denken Sie wirklich, dass jeder der an der Börse sein Geld anlegt, reich ist?

Ich kann Ihnen versichern, dass der Großteil der Aktionäre (noch) nicht reich ist. Vielmehr kann man die Börse als Vehikel nutzen, um zu Reichtum zu gelangen. Denn oft wird schnell vergessen, dass die meisten reichen Aktionäre auch einmal klein angefangen haben.

Einer der reichsten Menschen an der Börse ist sicherlich Warren Buffett. Doch fing er nicht als reicher Investor an. In Kindheitstagen handelte er mit Kaugummi, Coca-Cola Flaschen und Zeitschriften. Nach und nach fing er an der Börse an, steigerte sein Einkommen und konnte so zu viel Reichtum gelangen.

Lassen Sie sich nicht von diesem Mythos über die Börse abhalten. Gerade im heutigen Zeitalter des Internets, ist die Eintrittshürde in die Welt der Aktien und ETFs so gering wie noch nie. Schon ab 10 Euro ist ein monatlicher Sparplan möglich. Hiermit werden Sie sicherlich nicht reich, doch steigert man sich ähnlich wie Buffett, ist es zumindest möglich.

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Mythos 2: Man braucht Kenntnisse der Aktienanalyse

Eventuell haben Sie schon von der Chart- oder Fundamentalanalyse von Aktien gehört. Oft kommen einem die Begriffe, die man mit der Analyse von Aktien verbindet, vor wie Schriftzeichen der alten Ägypter. Man versteht sie schlicht einfach nicht und ist abgeschreckt.

Viele Finanzberater möchten ihren Privatkunden zudem oft weismachen, dass sie Begriffe wie Kurs-Gewinn-Verhältnis, Earnings-per-share oder Bollinger-Bänder im Schlaf erklären können müssen, um ohne Hilfe an der Börse erfolgreich zu sein. Doch so schwer muss es für Sie als Anleger bei weitem nicht sein.

Viele der Finanzprofis, die solche Begriffe beherrschen (sollten), erwirtschaften langfristig keine bessere Rendite als ein einfacher weltweiter MSCI World ETF. Für einen ETF bedarf es von Ihnen jedoch keiner vertieften Kenntnisse in der Aktienanalyse und dennoch können Sie durch ETFs langfristig am Markt erfolgreich sein.

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Mythos 3: Warten Sie noch – der nächste Crash kommt

Es gibt nicht wenige sogenannte Crash Propheten an der Börse, die regelmäßig Weltuntergangsstimmung verbreiten und vom nächsten großen Crash reden. Und wenn ich ehrlich sein soll, ist dieser Mythos komplett korrekt. Der nächste Crash wird sicherlich kommen.

Doch wissen die Crash Propheten in den allermeisten Fällen nicht, wann dieser Crash kommen wird. Falls man somit auf diese Propheten hören würde, würde man niemals investieren, weil der nächste Crash vor der Tür wartet, um Ihr Geld zu vernichten.

Leider vergessen Crash Propheten jedoch meist einen Fakt bei ihren Weltuntergangsszenarien mitzuteilen. In der Vergangenheit wurden Börsen Crashs immer wieder aufgeholt und die Börsen haben ihre Jagd auf neue Allzeithochs begonnen.

Nimmt man die jüngere Vergangenheit seit der Jahrtausendwende und hätte jeweils zum Höchststand vor einem Crash die gleiche Summe in einen weltweiten ETF investiert, wären man immer noch bei über 50 Prozent Gewinn.

Und auch wenn man sich die eine langfristigere Zeitspanne anschaut, haben sich die weltweiten Märkte spätestens nach 15 Jahren zu 99,9 Prozent wieder erholt. Somit kommt es wie so oft auf eine langfristige Strategie an.

Fazit zu den Börsenmythen

Börsenmythen wird es immer geben. Oft werden sie aus dem Finanzsektor oder von Nicht-Aktionären gestreut. Und oft steckt ein Fünkchen Wahrheit in jedem Mythos. Eines haben sie jedoch immer gemeinsam: Wenn man sich zu lange mit ihnen aufhält, verpasst man wertvolle Zeit am Aktienmarkt.

Die Börse wird immer schwanken und es werden immer wieder Menschen Geld an der Börse verlieren. Damit Sie nicht dazu gehören, sollten Sie einen langfristigen Horizont in Ihrer Anlagestrategie verankern.

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