Von Katja Brauchle13. Januar 2022

Wie du mit einem ETF vom Gaming-Boom profitieren kannst

Video- und Onlinegames sind kein neuer Trend, haben durch die Coronakrise aber noch mal an Fahrt gewonnen. Das freut nicht nur die Gaming-Fans, sondern auch Anlegerinnen und Anleger.

Insbesondere das erste Coronajahr 2020 hat das große Potential der Gaming-Branche gezeigt. Der deutsche Markt allein ist im Vergleich zu 2019 um 32 Prozent von 6,434 Millionen auf 8,531 Millionen Euro gewachsen. Wie gehts weiter? 

Schwache Einzelaktien

Doch nicht jedes Gaming-Unternehmen hat vom Boom profitiert. Die Aktie von Activision Blizzard, dem Entwickler von World or Warcraft und Call of Duty, hat im Laufe des vergangenen Jahres 19,01 Prozent verloren – was aber weniger an schlechten Spielen lag als vielmehr an einem Sexismus-Skandal, der das Unternehmen im Sommer 2021 heimsuchte.

Und auch Take-Two, bekannt durch Games wie GTA und Red Dead Redemption, konnte die hohen Erwartungen trotz des anhaltenden Erfolgs von GTA nicht erfüllen. In den letzten 12 Monaten ist die Aktie vom 16,21 Prozent im Wert gesunken. Hauptgrund dafür: Anfang dieser Woche verkündete Take-Two den Kauf des bisherigen Konkurrenten Zynga, bekannt durch den ehemaligen Facebook-Knaller Farmville. Der Kauf zum stolzen Preis von 13 Milliarden Dollar hatte Investoren offenbar verunsichert – denn Zynga ist noch immer kein profitables Unternehmen. Heute konnte die Take-Two Aktie sich aber bereits wieder leicht erholen.

Ein Schritt zum Metaverse

Der Branchengewinner war 2021 Roblox. Erst im März ist das Unternehmen an die Börse gegangen und hat bis Ende des Jahres eine Wertentwicklung von +28,14 Prozent erreicht. Im November ging es dann zwischenzeitlich zwar nochmal stark abwärts, doch das Konzept von Roblox ist vielversprechend. Auf der Plattform können Gamer ihr eigenes Spiel erschaffen und mit anderen spielen. 2020 nutzen weltweit bereits 150 Millionen Menschen die Plattform, viele davon Kinder.

Gemeinsamkeiten mit dem Metaverse gibt es durchaus. Alles läuft in Echtzeit ab, Roblox hat eine eigene virtuelle Währung und die Anzahl der Nutzer ist nicht begrenzt. Daneben unterscheidet sich die Plattform aber auch in einigen Punkten vom Metaverse und kann daher eher als Schritt in die Richtung angesehen werden. Denn das Metaverse bietet unzählige Möglichkeiten für Gamer und solche, die es werden wollen.

Tipp: Hier erfährst du alles zum Investieren in Branchen-ETFs.

Mit einem ETF vom Gaming-Boom profitieren

Wer Lust hat, nicht nur Spiele zu zocken, sondern im besten Fall damit auch noch passiv Geld zu verdienen, sollte von Einzelaktien eher Abstand nehmen. 2021 hat gezeigt, dass die Branche anfällig für starke Schwankungen ist. Doch der Markt ist riesig und wird in den kommenden Jahren auch weiter wachsen. Die Coronakrise hat gezeigt, welches Potential in der Branche steckt und dass Games schon längst kein Zeitvertreib für nerdige Teenager mehr sind, sondern Menschen aus allen Schichten und Altersklassen ansprechen.

Wenn du dein Portfolio mit Gaming-Titeln ergänzen möchtest, wirf einen Blick auf den VanEck Vectors Video Gaming and eSports UCITS ETF (WKN: A2PLDF). Der ETF umfasst derzeit 25 Positionen, unter anderem Branchenriesen wie Tencent und Nintendo sind enthalten. 2020 konnte der ETF ein Plus von 68,50 Prozent einfahren, 2021 waren es immerhin noch 5,57 Prozent. Das aktuelle Jahr beginnt mit leichten Schwächen – doch das Wachstumspotential ist hoch.

VanEck Vectors Video Gaming and eSports UCITS ETF

WKN: A2PLDF ISIN: IE00BYWQWR46
Kurs 34,42 €
Kosten (TER) 0,55 %
Fondsvolumen 682 Mio. €
Indexabbildung Physisch
1 Monat -6,49 %
Lfd. Jahr -5,61 %
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