Wie Sie Ihre Altersvorsorge mit ETFs aufstocken – ohne einen einzigen Cent Mehraufwand!

Es ist soweit: Ab sofort können Sie Ihre Altersvorsorge mit ETFs aufstocken, ohne einen einzigen Euro mehr zu zahlen. Wie das geht, erfahren Sie in diesem Artikel.

Lang haben Steuerzahler darauf gewartet. Jetzt ist es soweit, der Solidaritätszuschlag fällt weg. Damit gehört der Soli 30 Jahre nach seiner Einführung der Vergangenheit an. Der Soli wurde damals eingeführt, um die neuen Bundesländer nach der Wiedervereinigung zu unterstützen.

An dieser Stelle muss man allerdings erwähnen, dass er nicht gänzlich wegfällt. Für die meisten Haushalte jedoch schon. Alleinstehende, die weniger als 73.000 Euro im Jahr verdienen, und Verheiratete mit weniger als 151.000 Euro sind künftig komplett vom Soli befreit. Der volle Satz wird nur noch fällig bei Singles, die mehr als 109.000 Euro im Jahr verdienen und bei Ehepaaren mit mehr als 221.000 Euro Einkommen.

Mehrere hundert Euro Ersparnis

Damit ist das Thema „Soli“ für die meisten Haushalte vom Tisch. Doch nun stellt sich die Frage: Was tun mit dem Geld? Haben Sie schon was vor mit den Mehreinnahmen? Mehr als die Hälfte der Steuerzahler, die ab 2021 durch den Wegfall des Solidaritätszuschlags mit einer Entlastung rechnen, will die Soli-Ersparnis zurücklegen. Insbesondere die Altersvorsorge mit ETFs steht hoch im Kurs. Das ergab eine Umfrage im Deutschland-Trend des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), die von INSA Consulere im Auftrag des DIA durchgeführt worden ist. Allerdings wissen viele nicht, wie viel Geld ihnen mehr zur Verfügung steht. 

Vielleicht geht es Ihnen ähnlich wie den Befragten in der Studie und Sie wissen auch nicht genau, was Ihnen der Wegfall des Solis bringt. Das macht nichts, denn auch hierfür haben wir für Sie ein Hilfsmittel eingerichtet: unseren Soli-Rechner.

Tipp: Rechnen Sie aus, wie viel Sie persönlich sparen. Hier geht es zu unserem Soli-Rechner.

Ein paar Rechenbeispiele: Angenommen Sie sind Hauptverdiener in Steuerklasse 3 und verdienen 60.000 Euro im Jahr. Dann sparen Sie nun fast 400 Euro im Jahr. Als Alleinstehender mit diesem Gehalt beträgt die jährliche Ersparnis schon mehr als 650 Euro. Singles müssen jedoch ab 73.000 Euro teilweise den Soli zahlen und ab 109.000 Euro komplett. Bei Ehepaaren sind die entsprechenden Grenzen mehr als doppelt so hoch.

Soli verwenden für Altersvorsorge mit ETFs

Die Ersparnis durch den Wegfall des Solidaritätszuschlags bietet sich an, um Ihre Altersvorsorge mit ETFs aufzustocken. So können Sie ohne einen einzigen Cent Mehraufwand, einen ETF-Sparplan anlegen. Wichtig dabei: Wählen Sie ETFs, die möglichst breit streuen und ohne Transaktionsgebühr über den Broker erwerbbar sind. Wir gehen nachfolgend auf zwei Varianten ein. Die erste Variante ist die einfachste. Hier benötigen Sie nur einen einzigen ETF. Die zweite Option kommt mit zwei ETFs aus.

Auch wenn es sich nach wenig anhören mag: Ein ETF genügt schon, um sehr breit diversifiziert anzulegen. Was ist dafür nötig? Ganz einfach: ein ETF, der möglichst breit investiert. Gemeint ist also ein Engagement in Industrie- und Schwellenländern. ETFs, die so gestaltet sind, erkennen Sie an der Bezeichnung MSCI ACWI (All Countries World Index) oder FTSE All World.

Über die MSCI-Variante haben Anleger rund 80 Prozent des weltweiten Aktienuniversums in ihrem Depot. Bei FTSE sind es sogar gut 90 Prozent. Mit ETFs auf die beiden genannten Indizes investieren Sie in rund 50 Aktienmärkte aus Industrie- und Schwellenländern.

Tipp: Soli ade – mehr Netto für Sie! Ermitteln Sie mit nur wenigen Klicks, wie sich das zusätzliche Einkommen auf Ihre Altersvorsorge auswirken kann.

Die Lösung mit zwei ETFs

Bei der Lösung mit nur einem einzigen ETF stören sich manche Anleger daran, dass Schwellenländer mit nur gut zehn Prozent berücksichtigt werden in den ETFs. Gemessen an der Wirtschaftsleistung machen Schwellenländer jedoch fast 40 Prozent der Weltwirtschaft aus. Um diesem Fakt gerecht zu werden, bietet es sich an, auf zwei ETFs zu setzen. Diese können sich dann auf den Industrieländermarkt (MSCI World, FTSE Developed World) sowie auf Schwellenländer (MSCI Emerging Markets, FTSE Emerging Markets) beziehen.

Die Gewichtung können Sie sich dann selbst aussuchen. Eine beliebte Mischung ist 70:30. Hierzu haben wir auf extraETF.com Musterportfolios zusammengestellt, die Sie ganz einfach nachbauen können. Wir haben auch Vorschläge für Sie, mit welchen ETFs dies am besten möglich ist. So erhalten Sie ein paar gute Anregungen, wie Sie Ihre Altersvorge mit ETF gestalten können.

Tipp: Hier finden Sie eine vielfältige Auswahl von Musterportfolios zum Nachbauen.