Von Redaktion26. Januar 2022
Wirtschaftliche Vollbremsung in den USA und überraschende Erholung in Deutschland.

Wirtschaftliche Vollbremsung in den USA und überraschende Erholung in Deutschland

Die Stimmung der Wirtschaft im einstigen Überflieger-Land USA ist abgekühlt. In Deutschland dagegen zeigt der Trend nach oben.

Noch Anfang Januar war die US-Volkswirtschaft die Konjunkturlokomotive der Welt, während Deutschland – nach einem negativen Wachstum im vierten Quartal – auf ein sehr schwaches erstes Quartal zusteuerte Die aktuellen Schnellschätzungen der Markit-Einkaufsmanagerindizes zeichnen jedoch ein anderes Bild. Mit einer unerwarteten Dynamisierung der wirtschaftlichen Aktivität sowohl in der Industrie als auch bei Dienstleistern überschreitet Deutschland erstmals wieder die Expansionsschwelle von 50 Punkten.

Lage in Deutschland hellt sich auf

Die angespannten Lieferketten im Industriesektor scheinen sich allmählich zu lösen und ermöglichen eine deutliche Produktionsausweitung. Zudem stiegen die Neuaufträge in allen Sektoren wieder an, während der Kostendruck anhaltend hoch blieb. In den USA zeigt sich hingegen ein ganz anderes Bild: Die Unternehmensstimmung in der Industrie gab leicht nach und der Dienstleistungsindex stürzte auf knapp über 50 Punkte. Hintergrund war die Kombination aus einer geringeren Nachfrage, sich erneut verschärfende Lieferkettenprobleme sowie der Arbeitskräftemangel. Noch immer berichten die befragten Manager von stark steigenden Kosten und daraus resultierend deutlich anziehenden Absatzpreisen. Die Probleme der Unternehmen bestehen vor allem produktionsseitig und sind in erster Linie auf die grassierende Omikron-Welle zurückzuführen.

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In den USA sollte es auch bald wieder besser werden in Sachen Stimmung

Da angesichts der aktuell sinkenden Neufallzahlen in den USA aber die Hoffnung besteht, dass die Infektionsspitze bereits überschritten ist und die Neufallzahlen gemäß der Erfahrungen beispielsweise aus Großbritannien kurzfristig schnell sinken dürften, ist mit einer Erholung der Unternehmensstimmung im Februar zu rechnen. Die US-Notenbank Fed dürfte sich von der aktuellen Entwicklung kaum beeindrucken lassen und ihren Fahrplan fortsetzen: Im Vordergrund steht die Bekämpfung der Inflation und – im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der neuen Inflationsprognose – möglicherweise die konkretere Andeutung einer ersten Leitzinserhöhung im März.

Über den Autor: Carsten Mumm

Carsten Mumm ist Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel.

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