Worauf Europas Anleger bei ETF-Investments achten

ETFs begeistern immer mehr Anlegerkreise. Erfahren Sie, worauf europäische Anleger bei ETF-Investments achten. Eine Umfrage von Vaneck.

ETFs sind eine geeignete Anlageform für alle, die ihren Aufwand gering halten wollen, zeigt eine Online-Umfrage des Asset Managers Vaneck. Für diese hat Vaneck Ende 2020 über das Umfrageinstitut Nielsen in Deutschland, Italien und dem Vereinigten Königreich jeweils rund 500 Personen ab 20 Jahren befragt, die in Investmentfonds oder ETFs investieren.

So ticken Anleger laut Vaneck

Anleger in Deutschland achten dabei vor allem auf die Performance (39 Prozent) und diegünstige Kostenstruktur (35 Prozent). Bei Anlegern in Großbritannien und Italien zieht ebenfalls das Performance-Argument (33 bzw. 31 Prozent), die laufenden Kosten sind dort aber weniger ausschlaggebend (12 bzw. 20 Prozent).

Von den Befragten in Deutschland, die sich mit ETFs beschäftigen, tun dies 58 Prozent erst seit etwa einem bis fünf Jahren. „Hier ist also noch viel Luft nach oben. Womöglich laufen ETFs den Investmentfonds demnächst den Rang ab“, sagt Martijn Rozemuller, Geschäftsführer von Vaneck in Europa.

Gerade, wenn es gelingt, die Anlegerinnen hierzulande zu begeistern: Diese sind unter den ETF-Nutzern noch sehr unterrepräsentiert – erst 19 Prozent nutzen ETFs, im Vergleich zu 35 Prozent bei den männlichen Befragten. Männliche Anleger nutzen ETFs vor allem zum Vermögensaufbau. „Anlegerinnen investieren dagegen für die Altersvorsorge. ETF-Anbieter, die ihnen vermitteln, welchen Mehrwert ihr Produkt hier bieten kann, können also treue Kundinnen gewinnen“, glaubt Rozemuller.

ETFs dienen als Tor zur Welt – oder zur Pflege des home bias

Die Umfrageteilnehmer aus Deutschland interessieren sich zumeist für regional aufgestellte ETFs, etwa mit den Schwerpunkten Welt, Europa oder Emerging Markets (34 Prozent).

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In einer offenen Frage nach den interessantesten Themen für ein künftiges Investment nennen die deutschen Befragten vor allem drei Themen: Nachhaltigkeit (10 Prozent), Schwellenländer(10 Prozent), Technologie (9 Prozent). Damit ist man sich mit den Befragten aus Italien sehr einig. Hier gilt: Zuerst Nachhaltigkeit (12 Prozent), Technologie und USA liegen beide auf Platz 2 (je 11 Prozent), dann folgen Schwellenländer (10 Prozent). Investments im eigenen Land sind für Deutsche und Italiener weniger attraktiv. Nicht so im Vereinigten Königreich. Die Briten nannten das eigene Land zuerst (14 Prozent), dann Technologie auf Rang zwei (12 Prozent) und dann die USA als drittes, Investmentthema (10 Prozent). „Das Gute ist, niemand geht leer aus: Der wachsende ETF-Markt und die breiter werdende Produktpalette professioneller Anbieter kommen Anlegern weltweit immer mehr entgegen“, so Rozemuller.