Multi-Asset & ETFs: „Wir nutzen die Gewinnsträhne“

In der Theorie klingt es einfach: Gewinne einsammeln und Verluste vermeiden. Doch in der Praxis kommt es sehr auf die Leistungsfähigkeit von Risikosteuerung an. Wie funktioniert das Multi-Asset System (auch MARS-System)?

MARS steht für Multi-Asset Absolut Return Strategie. „Die Idee dahinter ist, das Verlustpotential rollierend über zwölf Monate zu begrenzen“, erläutert Jens Kummer, Managing Partner von MARS Asset Management aus Bad Homburg, die ihr Risikomanagement auf eigene Rechnung nutzt, aber auch für externe Kunden anbieten. „Bei MARS 5 sollten die rollierenden Monatsrenditen nicht fünf Prozent minus überschreiten, bei MARS 10 sind es zehn, aber wegen des größeren Aktienanteils sind auch die Chancen höher“, sagt Kummer. Zurzeit ist man bei MARS 10 mit fast 50 Prozent Aktien und bei MARS 5 mit knapp 20 Prozent engagiert. „Zur Zeit haben wir positive Trend, wir nutzen die Gewinnsträhne, aber wir sind vorbereitet, wenn es gefährlich wird“, verrät Kummer. Für Thomas Wiedenmann, der beim ETF-Anbieter iShares für den Vertrieb an Banken und Vermögensverwaltungen zuständig ist, unterstreicht dies, dass die Anleger immer mehr Portfoliolösungen nachfragen.