Aktieneinstieg nach Coronacrash nicht verpassen

Als Privatanleger stehen Sie jetzt vor der gleichen Frage wie Politiker: Wann ist der richtige Zeitpunkt zum Einstieg. Für Anleger lautet die Antwort: jetzt.

Bevölkerung und Politik fragen sich: Wann kehrt wieder Normalität ein? Wann können die Einschränkungen aufgrund von Corona gelockert werden? Was hier maßvoll ist, darüber lässt sich streiten. Anders sieht es dagegen an der Börse aus. Schon seit 23. März steigen die weltweiten Aktienmärkte. Die Marktteilnehmer scheinen bereits den Ausstieg aus der Coronakrise vorwegzunehmen. Wann sollen also Privatanleger wiedereinsteigen, falls sie überhaupt verkauft haben sollten? „Aus analytischer Sicht kann die Antwort nur heißen: So schnell wie irgend möglich“, sagt Swen Köster, leitender Vizepräsident bei Moventum S.C.A. 

Wer zu spät kommt, den bestraft die Börse

Die Politik hat es bei ihren Entscheidungen dabei deutlich schwerer als die Börse. „Hier müssen wesentlich mehr Faktoren gegeneinander abgewogen werden“, sagt Köster. „Zudem sind die Folgen falscher Entscheidungen deutlich dramatischer, weil es nicht nur um Geld geht, sondern um Leben und Gesundheit.“ Trotzdem geben die Erfahrungen aus den Finanzmärkten vielleicht auch der Politik einen Hinweis: Für die Börse gibt es eine Geschichte, in der aus unterschiedlichsten Gründen die Kurse stark eingebrochen waren. „Und jedes Mal zeigte sich: Wer ausgestiegen war und dann den Zeitpunkt zum Wiedereinstieg verpasste, musste sich mit schlechteren Ergebnissen zufriedengeben als diejenigen, die entweder schnell wieder eingestiegen sind oder gar nicht erst ausgestiegen waren“, so Köster. 

Historisch betrachtet liegen viele der besten Börsentage direkt nach Tagen mit starken Einbrüchen. Für Anleger heißt dies oft: Wer gar nicht erst ausgestiegen war, hat seine Verluste oft schneller wieder hereingeholt, als diejenigen, die zwar weniger mit nach unten gingen, dann aber den richtigen Zeitpunkt zum Wiedereinstieg verpasst haben. 

„In diesem Crash haben viele Privatanleger allerdings richtig reagiert“, sagt Köster. Das liegt zum einen an der Schnelligkeit, mit der die Kurse nach unten rauschten. Viele Privatanleger waren erst einmal damit beschäftigt, grundlegende Vorsorge zu treffen für sich und ihre Angehörigen. Die Beschäftigung mit der Geldanlage kam erst danach. Da waren die Kurse schon so weit in den Keller gegangen, dass ein Verkauf sinnlos gewesen wäre.

Ein ETF für den weltweiten Aktienmarkt

Zwar lässt sich Corona durch weltweite Streuung nicht „wegdiversifizieren“, dennoch ist eine große Zahl an Ländern und Branchen immer besser in Bezug auf Chance und Risiko der Geldanlage. Ein gängiger Index für den weltweiten Aktienmarkt ist der MSCI ACWI. Darin sind sowohl Industrie- als auch Schwellenländer enthalten. Eine Investitionsmöglichkeit ist der SPDR MSCI ACWI UCITS ETF (WKN: A1JJTC). Der ETF investiert in mehr als 2.500 Unternehmen aus fast 50 Ländern. Die Abbildungsgüte ist mit einer langfristigen Tracking Differenz von 0,16 Prozent solide. Allerdings muss man dazu sagen, dass sich in den vergangenen Jahren die Genauigkeit der Abbildung verbessert hat.

SPDR MSCI ACWI UCITS ETF

WKN: A1JJTC ISIN: IE00B44Z5B48
Kurs 128,40 €
Kosten (TER) 0,40 %
Fondsvolumen 1.628 Mio. €
Indexabbildung Physisch
1 Monat +2,55 %
Lfd. Jahr -1,64 %
Mehr Infos zum: SPDR MSCI ACWI UCITS ETF
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