Aktienrückkäufe als Rendite-Bringer

Aktienrückkäufe als Rendite-Bringer

2019 könnte ein Rekordjahr für US-Aktienrückkäufe werden. Ein ETF startet gerade durch.

Kurspflege gefällt den Aktionären. Für Unternehmen bieten sich verschiedene Möglichkeiten, dem eigenen Kurs auf die Sprünge zu helfen. Während es in Deutschland traditionell eher die Dividenden sind, die das Herz der Anleger höher schlagen lassen, sind in den USA Aktienrückkäufe üblicher. Dabei kauft eine Aktiengesellschaft eigene Aktien am Markt. Dies sorgt einerseits für höhere Kurse und verringert zugleich den Streubesitz. Die auf diesem Wege erworbenen Aktien gehören dem Unternehmen – also sozusagen allen Bestandsaktionären. In den USA sind 2018 Milliardenbeträge für Aktienrückkäufe aufgewendet worden. Wie die Bank of America jetzt errechnet hat, könnte diese Zahl 2019 noch einmal kräftig steigen. Von einem satten Plus um 91 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist dabei die Rede. Obwohl sich kritische Stimmen rund um Aktienrückkäufe mehren, droht unmittelbar keine Beschränkung der Praxis: „Tatsächlich sind die Unternehmen die größte Käufergruppe von US-Aktien. Sollte die Politik Rückkäufe tatsächlich begrenzen, dürften die US-Aktienmärkte in raueres Fahrwasser kommen“, schreibt beispielsweise Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege der Deutschen Bank.

Aktienrückkäufe sorgen für attraktives Chance-Risiko-Profil

Genannte Kritiker stören sich vor allem daran, dass Entlastungen für Unternehmen aus der 2017 auf den Weg gebrachten Steuerreform nicht investiert, sondern über Aktienrückkäufe indirekt an Aktionäre ausgeschüttet werden. Die Praxis hat in den USA Tradition – schon seit Jahren gibt es Anlagestrategien, die sich Aktienrückkäufe zu Nutze machen. Schließlich unterstützt die stete Nachfrage nach betroffenen Aktien den Kurs und sorgt für ein attraktives Chance-Risiko-Profil. Neben aktiven Stockpickern gibt es inzwischen auch ETFs, die sich diesem Investment-Ansatz verschrieben haben.

Buyback-ETF: 100 Titel sorgen für satte Renditen

Ein positives Beispiel des laufenden Jahres ist der AMUNDI S&P 500 BUYBACK (WKN: A2H562). Der ETF setzt auf Titel aus dem US-Index S&P 500, die Rückkaufprogramme für eigene Aktien aufgelegt haben. 2019 legte der ETF bereits um satte 17,6 Prozent zu. Größte Positionen im ETF sind LAM Research (1,13%), Southwest Airlines (1,13%) und Waters Corp (1,12%). Insgesamt stecken 100 Titel im Index. Ein Viertel der Unternehmen kommt aus dem Finanzsektor, weitere 18,92 Prozent aus der IT und 14,95 Prozent aus dem Bereich der zyklischen Konsumgüter. Die Gesamtkostenquote des ETF liegt bei 0,15 Prozent.

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