1. September 2022
All Commodities-ETF: Warum du jetzt trotz der Inflation auf Rohstoffe setzen solltest

All Commodities-ETF: Warum du jetzt trotz der Inflation auf Rohstoffe setzen solltest

Experten raten Investoren dazu, Rohstoffe in ihren Portfolios überzugewichten. Sie sehen eine Erholung der Preise voraus. Ein Rohstoff-ETF lässt schon jetzt fast jede andere Anlage-Klasse hinter sich. 

Die Zeiten sind nicht nur an den Aktienbörsen, sondern auch an den Rohstoffmärkten gegenwärtig nicht einfach. Exogene Faktoren, wie die Dürreperiode in weiten Teilen der Welt, beeinträchtigen das Angebot für Agrarrohstoffe. Der Ukraine-Krieg und die folgenden Sanktionen gegen Russland sorgen für Verwerfungen im Energiebereich. Nicht zuletzt sind auch die Folgen der Corona-Pandemie in Form gestörter Lieferketten noch nicht ganz verarbeitet. Der jüngsten Meldung, dass in China regional neue Lockdowns verhängt wurden, wird am Markt entsprechend mit Unbehagen begegnet.

Im Juni hatten die Ölpreise im Zuge des Ukraine-Krieges neue Höhen erklommen. Die weltweit gehandelte Referenzsorte Brent war bis an die Marke von 124 Dollar gestiegen. Doch die trüben Aussichten für die Weltwirtschaft und die damit einhergehende Befürchtung, dass sich der Bedarf für Benzin, Kerosin & Co. abschwächt, ließ die Preise merklich zurückkommen. Mitte August war der Brent-Preis wegen der Nachfragesorgen sorge in Richtung der Marke von 90 Dollar gefallen.

Goldman Sachs: Ideale Einstiegsmöglichkeit

Für die Analysen von Goldman Sachs ist das kein Grund, die Füße still zu halten. Die New Yorker Experten raten langfristig orientierten Investoren in einer aktuellen Untersuchung dazu, Rohstoffe in ihren Portfolios überzugewichten. Das Risiko einer Rezession außerhalb Europas in den nächsten zwölf Monaten halten sie für relativ gering. Rohöl gelte in Zeiten der Energieknappheit als Notrohstoff. Die Kursrücksetzer im Ölsektor halte man daher für eine attraktive Einstiegsmöglichkeit. Zudem fügten die Analysten hinzu: Aktien könnten unter der weiterhin hohen Inflation leiden. Die Wahrscheinlichkeit sei daher höher, dass die Fed die Zügel stark straffe, schreiben sie mit Blick auf die geldpolitische Reaktion der Notenbank. Dennoch seien Rohstoffe in der aktuellen Marktphase zu empfehlen.

„Rohstoffe sind diejenige Assetklasse, die man in einer Spätphase des Konjunkturzyklus im Depot haben sollte, während die Nachfrage das Angebot übersteigt.“  Einschränkend heißt es, dass die kommenden Wochen, vor allem, wenn der Dollar an Wert gewinne, nicht einfach werden dürften. „Das Makroumfeld bleibt herausfordernd, und der US-Dollar könnte kurzfristig weiter steigen“. Da Rohstoffe in Dollar gehandelt werden, würde ein stärkerer Greenback diese Waren für Anleger in anderen Währungen verteuern, was die Nachfrage schmälern könnte. 

Starke Performance

Anleger mit einem Fokus auf Rohstoffe, könnten sich den L&G All Commodities UCITS ETF (WKN: A2DQ7M) näher anschauen. Der dem ETF zugrunde liegende Index bietet Zugang zu 20 Rohstofffutures aus der Energie-, Edelmetall-, Industriemetalle-, Lebendvieh-, Getreide-, und Agrarrohstoffbranche. Mit einer Wertentwicklung von über 45 Prozent in diesem Jahr schlägt die Asset-Klasse der Commodities nahezu jede andere locker. Die Gebühren belaufen sich auf 0,15 Prozent.