Asien Ex Japan: Starke Wirtschaft treibt Börsen an

Asien Ex Japan: Starke Wirtschaft treibt Börsen an

Die zuletzt heftigen Kursausschläge an den weltweiten Finanzmärkten haben die asiatischen Börsen nicht verschont. Mike Shiao macht sich nichts vor: Der Invesco-Fondsexperte rät Anlegern, die Auswirkungen externer Unsicherheiten auf die asiatischen Märkte in diesem Jahr genau im Auge zu behalten und die eingegangenen Engagements regelmäßig zu überprüfen. Dennoch ist der Chefanlagestratege Asien ex Japan bei Invesco in Hongkong davon überzeugt, dass das stabile ökonomische und politische Umfeld, das Wachstum der Unternehmensgewinne sowie das vergleichsweise günstige Bewertungsniveau den asiatischen Börsen Auftrieb verleihen wird. „Wir halten die jüngsten Kursverluste an den asiatischen Aktienmärkten für eine gesunde Korrektur nach einer ausgedehnten, bis Anfang 2017 zurückreichenden Rallye, und meinen, dass sie vor allem auf globale Marktbewegungen zurückzuführen sind“, sagt Shiao. Spezifische regionale Faktoren, die zu diesem Ausverkauf beigetragen hätten, sehe er nicht. An den soliden Wirtschafts- und Unternehmensdaten in den wichtigsten Märkten der Region habe sich nichts geändert.

Starkes fundamentales Umfeld

Die Grundlage für steigende Aktienkurse ist eine gesunde Konjunktur. Unter anderem haben ein höheres Produktivitätswachstum, ein starker inländischer Konsum und eine günstige demographische Entwicklung dazu beigetragen, dass das Wirtschaftswachstum der Region Asia ex Japan seit dem Jahr 2000 stärker ist als das der Industrieländer. Invesco rechnet in diesem Jahr in Asien mit einem BIP-Wachstum von rund sechs Prozent. Angesichts des günstigen Wirtschaftsumfelds gehen die Anlagestrategen davon aus, dass der Aktienmarkt auch 2018 durch ein solides Gewinnwachstum auf breiter Basis gestützt werden wird. Jedoch dürfte die von den USA losgetretene protektionistische Welle wohl nicht so bald abebben. Hier lauert ein zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbares Risiko. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist die Zinsentwicklung in den USA. „Insbesondere die Lücke zwischen den Erwartungen und den Ist-Daten, die auf eine höhere Inflation und eine restriktivere Fed-Politik hindeuten, ist ein Risiko, das zu einer höheren globalen Volatilität führen könnte“, so Invesco-Experte Shiao.

Fortsetzung des Aufwärtstrends?

Aktuell notieren asiatische Aktien mit einem deutlichen Abschlag gegenüber Aktien der Industrieländer. Aus Sicht von Invesco sprechen das starke fundamentale Umfeld für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends in diesem Jahr. Anleger können mit einem aktiv gemanagten Asien-Fonds – etwas vom Anbieter Invesco – in die Region investieren, oder auch einen passiven Indexfonds wählen. Der Xtrackers MSCI AC Asia ex Japan Index Swap UCITS ETF (WKN: DBX1AE) etwa investiert in Aktien mit Fokus Asien-Pazifik. Die Dividendenerträge im Fonds werden reinvestiert. Die Wertentwicklung des Index wird im Fonds synthetisch durch Finanz-Tauschgeschäfte (Swaps) nachgebildet. Im laufenden Jahr rentierte der ETF mit knapp zwei Prozent negativ, 2017 kam es zu einem Gewinn von knapp 25 Prozent. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,65 Prozent pro Jahr.

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Über den Autor

Thomas Brummer

Thomas Brummer

Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin "Der Aktionär" tätig. Im Anschluss schrieb er für das Verbraucherportal biallo.de. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extraETF.com und das Extra-Magazin.
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