Autohersteller – die Dividendenkönige des Jahres 2021?

Die Autohersteller sitzen nach guten Geschäften auf einem riesigen Geldberg. Analysten erwarten stark steigende Dividenden. Mit einem ETF können Anleger ein Stück vom Kuchen abbekommen.

Der Automobilindustrie macht der Mangel an Halbleitern schwer zu schaffen. In der Fahrzeugindustrie berichten 92 Prozent der Unternehmen in Deutschland laut einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) über Knappheiten und deutliche Kostensteigerungen. Der Autoriese Volkswagen hat angekündigt, in seinem Stammwerk in Wolfsburg bis auf Weiteres auf Sparflamme zu produzieren, ähnlich geht die bayerische Tochter Audi in Ingolstadt vor.

Doch die Unternehmen, Daimler vorneweg, rechnen auch mit nur vorübergehenden Engpässen, die gegen Jahresende nachlassen sollten. Trotz der derzeitigen Schwierigkeiten rechnet auch der Außenhandelsverband BGA mit einem Exportanstieg der Deutschen Wirtschaft in diesem Jahr um 13 Prozent. Die Autoindustrie dürfte das Ausfuhrplus mit anschieben.

Autohersteller sitzen auf hohen Barmittelbeständen

Über mangelnden Nachfrage können sich die Autohersteller in der Tat nicht beklagen. Der Nachholbedarf der Kunden weltweit ist nach der harten Phase der Corona-Pandemie riesig. Deutsche Autobauer haben sogar im Krisenjahr 2020 liquide Mittel von insgesamt 20 Mrd. Euro erwirtschaftet – obwohl ihre Umsätze um 13 Prozent gesunken sind, wie die Deutsche Bank berechnet hat. Laut den Experten dürfte sich dieser Trend fortsetzen und die Netto-Barmittelbestände könnten bis zum Ende des Jahres auf fast 80 Mrd. Euro anwachsen.

„Davon könnten die Autohersteller dann einen signifikanten Anteil an ihre Aktionäre ausschütten“, erwarten die Analysten der Frankfurter Bank. Schließlich sollten die benötigten Investitionen für die Umstellung der Geschäftsmodelle auf die Elektromobilität nun sukzessive abnehmen und die Unternehmen dürften höchstwahrscheinlich die CO2-Flottengrenzwerte der EU einhalten.

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Profiteure des Elektrobooms

Zudem zeichnet sich ab, dass die Firmen hierzulande zu den Gewinnern des Elektro-Booms zählen dürften. Im kommenden Jahr werden deutsche Autobauer vermutlich bereits mehr als eine Million Elektroautos verkaufen, prognostiziert die Deutsche Bank. Aus der Welt gegriffen? Nein, die denn die Dynamik ist beeindruckend.

Im ersten Halbjahr dieses Jahres wurden in Europas Automobil-Kernmärkten – zu denen neben Deutschland, Großbritannien und Frankreich zählen – bereits 336.000 rein batteriebetriebene Elektrofahrzeuge zugelassen – ein Plus von 147 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2020.

Postitive Marktreaktion ante portas

Vor diesem Hintergrund halten Analysten Gesamtausschüttungen in Höhe von 30 Mrd. Euro für realistisch. „Der Markt dürfte dies positiv aufnehmen“, prognostiziert die Deutsche Bank. In Automobiltitel investieren Anleger am besten europaweit, beispielsweise mit dem iShares STOXX Europe 600 Automobiles & Parts UCITS ETF (DE) (WKN: A0Q4R2).

Der dem ETF zugrunde liegende Index bietet Zugang zum europäischen Automobilhersteller und Zulieferer-Sektor. Enthalten sind 12 Positionen, darunter Daimler an vorderster Front, Volkswagen, BMW, Porsche SE und Continental. Der ETF kostet 0,46 Prozent an Gebühren im Jahr, die Performance in 2021 beläuft sich bis dato auf plus 19 Prozent.

iShares STOXX Europe 600 Automobiles & Parts UCITS ETF (DE)

WKN: A0Q4R2 ISIN: DE000A0Q4R28
Kurs 57,58 €
Kosten (TER) 0,46 %
Fondsvolumen 323 Mio. €
Indexabbildung Physisch
1 Monat -4,47 %
Lfd. Jahr +19,52 %
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