Brent mit Potenzial

Förderkürzungen des Öl-Kartells OPEC dürften bestehen bleiben. Auch die Weltwirtschaft entwickelt sich solide. Öl könnte profitieren.

Spannungen zwischen den USA und dem Iran, eine sich abschwächende Weltwirtschaft – der Ölpreis ist aktuell hin- und hergerissen. Fakt ist allerdings, dass Öl seit Monaten nach oben klettert. Wie stehen also die Chancen auf eine Fortsetzung der Kursrally? Für die Experten von Vontobel könnte der Ölpreis weiter ansteigen. Als Grund nennt Jan Andersson, Head of Commodities bei Vontobel Asset Management, das Förderkartell OPEC, welches die Förderquoten auch weiterhin gedrosselt lassen dürfte: „Die Erwartung, dass weitere Kürzungen der Ölfördermengen vorgenommen werden, ist jedoch unbegründet. Nur wenn die OPEC davon ausgeht, dass sich die Rohölnachfrage, wie im Falle eines ausgewachsenen Handelskrieges zwischen den USA und China, deutlich abschwächen wird, könnten sich die Mitgliedsstaaten dazu gezwungen sehen, weitere Kürzungen vorzunehmen“, erklärt Andersson. Wahrscheinlicher sei jedoch, dass sich die OPEC auf die Einhaltung der Produktionsquoten konzentrieren werde. „Das bedeutet, den Druck auf den Irak und einige andere Quotenbetrüger zu erhöhen, damit die vereinbarte Ölfördermenge zumindest in der zweiten Jahreshälfte eingehalten wird“, erläutert der Öl-Experte.

Ifo-Institut vorsichtig optimistisch

Eine Ausweitung der Förderung erscheint damit sehr unwahrscheinlich. Gepaart mit den geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran, dürfte der Ölpreis solide unterstützt sein. Dass auch die Konjunkturängste nur zum Teil begründet sind, zeigen auch Prognosen zum Wirtschaftswachstum im Jahr 2020. Wie das Ifo-Institut in diesen Tagen meldet, könnte die Wirtschaft 2020 wieder in ein solides Fahrwasser geraten.

27 Prozent Rendite mit diesem Öl-ETC

Um an den Entwicklungen am Ölmarkt zu partizipieren, können sich Investoren den Boost Brent Oil ETC (WKN: A179AH) näher ansehen. Der ETC bildet den NASDAQ Commodity Crude Brent Oil ER Index nahezu eins zu eins ab, der wiederum an den Ölpreis am Futures-Markt gekoppelt ist. Mit einer Gesamtkostenquote von nur 0,25 Prozent ist der ETC ein Preisbrecher. Im laufenden Jahr legte der ETC um satte 27 Prozent zu.