Von Thomas Brummer25. Februar 2022
China ist auf dem Weg zur digitalen Finanzweltmacht.

China ist auf dem Weg zur digitalen Finanzweltmacht

Mit welchem Nachdruck China seine Ziele verfolgt, ist bekannt. Das zeigt sich jetzt auch am Beispiel der eigenen Kryptowährung. Wieso also keinen China-Tech-ETF kaufen?

China möchte an die Spitze des Fortschritts – zumindest in technischem und wirtschaftlichem Sinne. So hat China in den vergangenen Monaten seine eigene Kryptowährung vorbereitet und gestartet. „So wie er ausgestaltet ist, ersetzt er Banknoten und Münzen, bietet aber keine eigene Geldschöpfung“, sagt Benjamin Bente, Geschäftsführer der Vates Invest GmbH. „Der digitale Yuan ist nur ein Zwischenschritt in eine voll digitalisierte chinesische Finanzwelt.“

China ist an der Spitze bei digitalen Zahlungssystemen

Schon heute ist das Reich der Mitte wesentlich weiter als Europa oder die USA, was den Einsatz digitaler Zahlungssysteme angeht. „Die eigene Kryptowährung ist dabei ein logischer, weiterer Baustein für den chinesischen Staat“, sagt Bente. Zunächst ist der digitale Yuan allerdings nur eine weitere Form des Geldes neben Münzen und Scheinen. „Damit ist der Krypto-Yuan ein reines Transaktionssystem, das die Nachteile und Schwächen des Bargeldes umschiffen kann“, so Bente.

Was er noch nicht kann: Die Rolle einer echten Währung übernehmen oder das System der Geschäftsbanken in Frage stellen. „Aber beides wäre in einer zentralisierten Gesellschaft wie China durchaus für die Zukunft denkbar“, so Bente. Die zentrale Aufgabe einer Notenbank ist die Versorgung der Wirtschaft mit Geld. Das geschieht bislang vor allem dadurch, dass die Geschäftsbanken auf Basis des Zentralbankgeldes Giralgeld schöpfen und es in den Wirtschaftskreislauf einbringen. „Hier ließe sich mit einer eigenen Kryptowährung durch die Zentralbank natürlich sehr schnell Geld zentralisiert schöpfen oder auch wieder entziehen“, sagt Bente.

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Dies ist allerdings beim Krypto-Yuan noch ausgeschlossen. „Hier wird kein neues Finanzsystem geschaffen, sondern das bestehende auf Effizienz getrimmt“, sagt Bente. So entfallen beim digitalen Yuan Kosten für Druck oder Prägen des Bargeldes, den Transport, Lagerung und Sicherung. Allein dies bringt einen Effizienzvorteil. „Allerdings gab es diesen auch bereits mit der Einführung des Giralgeldes“, so Bente. „Der Krypto-Yuan setzt nur in Sachen Effizienz noch eine Stufe drauf.“

Eine Effizienz, die geringere Kosten, schnellere Transaktionen und das Back-up durch eine der größten Wirtschaftsmächte der Welt bietet. „Der digitale Yuan hat das Potenzial, sich als eine kostengünstige Verrechnungseinheit durchzusetzen“, so Bente. „Und das nicht nur in China, sondern vor allem im Verhältnis zu seinen Handelspartnern.“ Das Streben nach wirtschaftlicher Macht und Einfluss weltweit wird durch die schnelle Einführung des chinesischen Kryptogeldes untermauert. „Je mehr sich Kryptowährungen in der Wirtschaft durchsetzen, desto mehr Transaktionen werden darüber abgewickelt“, so Bente. Und was heute das Verrechnungssystem Swift für den internationalen Zahlungsverkehr ist, könnte irgendwann eine Kryptowährung sein. Der chinesische Yuan ist dann ganz vorne mit dabei.

Wie wäre es mit einem China-Tech-ETF?

China hat im Tech-Bereich zweifelsohne großes Potential. Es gibt zwar noch keinen ETF auf den chinesischen Krypto-Sektor, doch dennoch lässt sich bereits heute das Tech-Potential mit speziellen ETFs heben. Nachfolgend zeigen wir die exemplarisch einen dieser ETFs:

HSBC Hang Seng Tech UCITS ETF

WKN: A2QHV0 ISIN: IE00BMWXKN31
Kurs 5,44 €
Kosten (TER) 0,50 %
Fondsvolumen 267 Mio. €
Indexabbildung Physisch
1 Monat +1,11 %
Lfd. Jahr -19,28 %
Mehr Infos zum: HSBC Hang Seng Tech UCITS ETF
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