China trotzt dem Handelsstreit

China trotzt dem Handelsstreit

China gilt als wichtiger Motor der Weltwirtschaft. Umso verunsicherter werden Anleger, wenn es einmal nicht zu gut läuft im Reich der Mitte. Während der vergangenen Monate sorgte der schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und China für schlechte Stimmung. Experten, wie Sean Taylor, CIO für den asiatisch-pazifischen Raum bei der DWS, gehen inzwischen aber davon aus, dass China unbeschadet aus der Auseinandersetzung gehen könnte. „US-Präsident Donald Trump dürfte angesichts der bevorstehenden Halbzeitwahlen zwar eher früher als später Strafzölle auf chinesische Importe im Wert von 500 Milliarden Dollar verhängen“, sagt Taylor. Auf globale Fünfjahressicht hält der Investment-Profi es aber für wahrscheinlich, dass US-Unternehmen stärker auf den chinesischen Markt angewiesen sind als Chinas Unternehmen auf den US-Markt.

China: Wachstumsstory bleibt intakt

Neben den Beziehungen zwischen China und den USA und Europa gewinnt auch der Handel innerhalb Asiens immer mehr an Bedeutung. Zahlreiche aufstrebende Volkswirtschaften sind in die chinesische Wertschöpfungskette eingebunden und treten inzwischen auch als Importeure chinesischer Produkte auf. Hinzu komme, dass Experten wie Taylor chinesische Aktien inzwischen nicht mehr als teuer ansehen. „Wir mögen weiterhin Aktien aus der New Economy und den Sektoren Healthcare, Bildung, Tourismus sowie Lifestyle“, so der Chefanlagestratege für die asiatisch-pazifische Region und verweist auf ein mögliches Gewinnwachstum von 15 Prozent im laufenden Jahr.

China-ETF: 461 Aktien in einem Produkt

Anleger, die in China aktiv Chancen wahrnehmen möchten, können auf Fonds der DWS zurückgreifen und profitieren dann direkt von Sean Taylors Expertise. Kostensensitive Investoren oder aber Anleger, welche taktische Positionen eingehen möchten, können auch zu ETFs greifen. Eine gute Alternative könnte der Xtrackers MSCI China UCITS ETF (WKN: DBX0G2) sein. Der ETF fügt sich nahtlos ins MSCI-Universum ein und bündelt die größten und liquidesten Aktientitel Chinas. Aktuell sind 461 Aktien im Index, Schwerpunkte liegen im Bereich der Telekommunikation (24,01%), des Finanzwesens (23,92%) und der Nicht-Basiskonsumgüter (18,95%). Im ETF, der im laufenden Jahr 12,8 Prozent seines Wertes einbüßte, sind aktuell 546 Millionen Euro investiert. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,65 Prozent.

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Über den Autor

Thomas Brummer

Thomas Brummer

Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin "Der Aktionär" tätig. Im Anschluss schrieb er für das Verbraucherportal biallo.de. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extraETF.com und das Extra-Magazin.
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