Von Bernd Lammert2. Dezember 2021
Cybersecurity-ETF: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Cybersecurity-ETF: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Zum Schutz vor Attacken sind viele Firmen gezwungen, für eine höhere Cybersecurity zu sorgen. Das führt bei den Anbietern von Produkten für digitale Sicherheit zu einem Boom, von dem ETF-Anleger profitieren können.

Heutzutage steht für viele Arbeitnehmer fest: Jeden Tag ins Büro? Warum, schließlich lässt sich doch von überall aus arbeiten. Zwar ist ein überdurchschnittlich hoher Prozentsatz der Arbeitgeber hierzulande skeptisch, was die Arbeit im Home Office anbelangt – laut einer aktuellen Yougov-Umfrage unter 2.000 Führungskräften aus elf Ländern befürchten gut ein Drittel der Manager in Deutschland negative Folgen für das Unternehmen, wenn sie Mitarbeitern flexibles Arbeiten ermöglichen.

Doch trotz aller Bedenken sehen auch mehr als vier Fünftel der befragten Manager in Deutschland die Vorteile der Arbeit im Homeoffice. So könne man etwa Bewerber einstellen, die aufgrund familiärer Verpflichtungen Flexibilität benötigen, oder die nicht in der unmittelbaren Umgebung lebten.

Schöne neue Arbeitswelt bietet Angriffsflächen

Die schöne neue Arbeitswahl hat dennoch ihre Tücken, denn damit ist auch die Angriffsfläche für Cyberkriminelle größer geworden. Solche Hackerangriffe bedeuten für die deutsche Wirtschaft enorme wirtschaftliche Schäden – allein 220 Mrd. Euro im Jahr 2020. Laut einem Bericht von Sophos verweilen die Angreifer vor ihrer Entdeckung im Schnitt 11 Tage in einem gekaperten Netzwerk und haben damit potenziell 264 Stunden für kriminelle Aktivitäten wie Datendiebstahl oder Datenexfiltration Zeit.

Unternehmen sind daher förmlich gezwungen, den neuen Anforderungen an IT-Sicherheit gerecht werden. Laut einer Studie von Provectus Technologies und dem Marktforschungsinstitut Splendid Research setzt ein Großteil der Unternehmen aber noch immer auf ineffiziente und überholte IT-Sicherheitsvorkehrungen. Hier herrscht also großer Informations- und Nachholbedarf. Adrian Roestel, Leiter Portfoliomanagement bei Huber, Reuss & Kollegen, ist überzeugt: „Führende Anbieter in diesem Geschäftsfeld dürften vor einem wahren Boom stehen.“ Roestel zufolge lässt sich dies bereits an den Ergebnissen der entsprechenden börsennotierten Unternehmen ablesen. Diverse Firmen legten zuletzt hervorragende Quartalszahlen vor und verzeichneten eine gute Kursperformance.

Megatrend Cybersecurity

Cybersecurity ist laut Roestel ein „komplexes Feld, das sich nur mit Expertenwissen und hohem Aufwand gut analysieren lässt.“ Investoren, die diesen Aufwand nicht betreiben können, rät der Fachmann dazu, auf entsprechend spezialisierte ETFs auszuweichen.

Vor diesem Hintergrund können sich Anlegerinnen und Anleger den L&G Cyber Security UCITS ETF (WKN: A14WU5) näher anschauen. Der thesaurierende ETF umfasst 57 Unternehmen, die eine starke Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Internetsicherheit verzeichnen. Der ETF mit einer Gebührenquote von 0,69 Prozent rentierte in diesem Jahr mit 16 Prozent.

L&G Cyber Security UCITS ETF

WKN: A14WU5 ISIN: IE00BYPLS672
Kurs 18,23 €
Kosten (TER) 0,69 %
Fondsvolumen 2.511 Mio. €
Indexabbildung Physisch
1 Monat -15,92 %
Lfd. Jahr -15,25 %
Mehr Infos zum: L&G Cyber Security UCITS ETF
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