Der Sektor für medizinisches Cannabis blüht – dieser ETF profitiert!

Günstige Gesetzgebung, steigende gesellschaftliche Akzeptanz, eine Flut öffentlicher sowie privater Investitionen und eine Bandbreite an therapeutischen Anwendungen tragen zum Wachstum von medizinischem Cannabis bei.

Während es vor einer Dekade nur zehn Länder waren, die sich einer Legalisierung öffneten, verfügen heute schon 70 Nationen in irgendeiner Form über ein rechtskonformes, medizinisches Cannabisprogramm. Die aktuelle Übernahme von GW Pharmaceuticals durch Jazz Pharmaceuticals bestätigt diese Entwicklung.

Bewegung bei den großen Cannabis-Unternehmen

Jazz Pharmaceuticals ist ein in Irland ansässiges Pharmaunternehmen, GW Pharmaceuticals ein Cannabisunternehmen mit Sitz in Cambridge  – die Branche beschränkt sich also keineswegs nur auf Nordamerika. Das Interessante an dieser Übernahme ist, dass die Führungskräfte von Jazz Pharmaceuticals ihr neues Subunternehmen während des jüngsten Investoren-Webcasts von GW Pharmaceuticals als wertsteigernd für ihr neurowissenschaftliches Geschäft und ihre Produktpipeline beschrieben haben. Jazz Pharmaceuticals ist führend bei der Herstellung von Medikamenten gegen Schlafstörungen.

Mit der Expertise von GW Pharmaceuticals auf dem Gebiet der Epilepsie und ihrem Flaggschiffmedikament Epidiolex erweitert das Unternehmen sein Operationsgebiet. Geplant sind gemeinsame Entwicklungsprogramme im Bereich Neurowissenschaften und Onkologie. Ziel ist es, Medikamente zu entwickeln, die Menschen mit schweren Erkrankungen helfen können, für die es oft nur begrenzte oder gar keine Behandlungsmöglichkeiten gibt. Das verdeutlicht das therapeutische Potenzial von Cannabinoiden und die Wachstumsaussichten für die kommenden Jahre.

„Big Pharma“ erkennt den Wert von Cannabis

Zweifellos hat „Big Pharma“ den Wert von Medikamenten auf Cannabinoidbasis erkannt. GW Pharmaceuticals konnte seinen Umsatz von weniger als 20 Millionen US-Dollar im Jahr 2018 – genauer gesagt bis zur Zulassung von Epidiolex für den Vertrieb durch die FDA im Juli 2018 – auf 208 Millionen und 488 Millionen Dollar Umsatz in den Jahren 2019 und 2020 steigern. Seit Februar 2019 wurden die Umsatzschätzungen in jedem einzelnen Quartal übertroffen.

Den Erwartungen nach werden zahlreiche weitere Medikamente für hunderte von Indikationen folgen. Daneben werden auch synthetische, aus Cannabis gewonnene Medikamente in Zukunft eine Rolle spielen.  Marinol vom Pharmakonzern AbbVie’s, Syndros von Benuvia Therapeutics und Cesamet von Bausch Health sind hierfür beste Beispiele. „Big Pharma“ umkreist diese hochinnovative Branche wie die Haie ihre Beute. Weitere Übernahmen sind in Zukunft sicherlich unvermeidlich.

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Dazu ein Kommentar von Rahul Bhushan, Mitgründer von Rize ETF: „Was wir sagen können, ist, dass es eine Menge Aktivität im medizinischen Cannabis-Sektor gibt. Wir erwarten, dass mehr Unternehmen an die Börse gehen, sich konsolidieren und in den medizinischen Cannabis-Sektor einsteigen werden. Dies ist ein Sektor, der wächst, ja, aber er wächst vor allem jetzt vor dem Hintergrund der positiven Haltung der Biden-Administration in Bezug auf die Entkriminalisierung bzw. Legalisierung sowie der für Cannabis insgesamt günstigen UN-Abstimmung im Dezember.“

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Wie sich diese Akquisition auf den Index auswirken wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar. Dennoch können Anleger den Rückenwind, den die Neuübernahme mitbringt, nutzen. Der Rize Medical Cannabis und Life Scienes ETF (BLUM) trackt den Foxberry Medical Cannabis und Life Sciences Index. Dieser trackt derzeit 21 börsengelistete Titel. GW Pharmaceuticals ist mit einer Gewichtung von 16,4 Prozent die zweitgrößte Position des Index.

Rize Medical Cannabis and Life Sciences UCITS ETF

WKN: A2PX6U ISIN: IE00BJXRZ273
Kurs 7,67 €
Kosten (TER) 0,65 %
Fondsvolumen 41 Mio. €
Indexabbildung Physisch
1 Monat +13,62 %
Lfd. Jahr +39,09 %