ETF auf Asien-Anleihen könnte wieder interessant werden

Der Markt war bei Schwellenländer-Anleihen in Lokalwährungen zuletzt kritisch. Für Asien sind die Aussichten aber nicht schlecht, meinen Experten.

Die Marktexperten der Investmentgesellschaft Western Asset Management ziehen nach nunmehr zwei Pandemie-Wellen ein Fazit für Schwellen- und Industrieländer: „Der Markt reagiert bei vielen Schwellenländern sensibler und fordert schneller höhere Risikoprämien. Gepaart mit dem Umstand, dass viele Schwellenländer Anleihen nicht in eigener Währung begeben können, entstehen für aufstrebende Volkswirtschaften im Zuge der Pandemie Schwierigkeiten“, so Western Asset.

Gänzlich negativ sehen die Experten Schwellenländer aus Südamerika. Hier hätten die Verantwortlichen nicht angemessen auf die Pandemie reagiert. Besser sei die Situation aber in Asien: „In China ist es gelungen, mit einer Reihe nicht-medikamentöser Maßnahmen, wie etwa Ausgangssperren und Massentests, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Die zweite Welle wurde bereits eingedämmt. Dies ermöglichte selbst im Vergleich zu Industrieländern eine kontinuierliche Erholung der wirtschaftlichen Aktivität und wirkt sich indirekt auf alle Volkswirtschaften Asiens positiv aus“, so die Experten.

Tipp: Erfahren Sie alles über das Investieren in Schwellenländer. In jedem Fall ist es sinnvoll, regelmäßig zu investieren. Am besten geht das über einen ETF-Sparplan.

Positive Signale vor allem in Asien

Obwohl Schwellenländer sich oftmals nur in Lokalwährung refinanzieren können und daher Nachteile in Kauf nehmen müssten, gebe es beim Blick auf die Details auch positive Entwicklungen: „Die schwindende Binnennachfrage hat Importe in Schwellenländer sinken lassen. Zugleich ging weltweit zwar die Nachfrage nach klassischen Exportgütern aus Schwellenländern zurück, doch fiel dies aufgrund sinkender Lokalwährungen weniger stark ins Gewicht. In einer Phase, in der die für viele Volkswirtschaften wichtigen Touristeneinnahmen weggebrochen sind, sind sinkende Leistungsbilanzdefizite eine wichtige Unterstützung“, so Western Asset Management.

Tipp: Der Solidaritätszuschlag fällt für die meisten Bundesbürger weg. Hier geht es zum Soli-Rechner.

Starten Asien-Anleihen wieder durch?

Vor allem Schwellenländer aus Asien sind bislang gut aus der Pandemie gekommen. Steigt in den kommenden Monaten der Risikoappetit, könnten Anleihen in Lokalwährungen wieder profitieren. Der iShares Emerging Asia Local Govt Bond UCITS ETF USD (WKN: A1JTNB) bündelt 186 Positionen und lieferte 2020 bislang eine schmale Rendite von etwa 0,70 Prozent. Die wichtigsten Emittenten stammen aus China, Korea und Indonesien. Der ETF kostet jährlich 0,5 Prozent.

iShares Emerging Asia Local Govt Bond UCITS ETF USD (Dist)

WKN: A1JTNB ISIN: IE00B6QGFW01
Kurs 81,24 €
Kosten (TER) 0,50 %
Fondsvolumen 180 Mio. €
Indexabbildung Physisch
1 Monat +1,59 %
Lfd. Jahr -0,15 %