Exit vom Brexit? So können Anleger spekulieren!

Laut der Fondsgesellschaft DWS sind die Chancen auf einen Verbleib der Briten in der EU gestiegen. Dieser ETF könnte profitieren.

Alle Welt schaut nach London. Kommt er oder kommt er nicht? Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union scheint inzwischen mehr zu wackeln, als bislang gedacht. Dieser Meinung ist auch die Fondsgesellschaft DWS in ihrem „CIO-Flash“. „Wir sind der Meinung, dass die Wahrscheinlichkeit eines Verbleibs des Vereinigten Königreiches in der Europäischen Union stark zugenommen hat. Dies könnte zum Beispiel der Fall sein, wenn das Vereinigte Königreich eine weitere, lange Verschiebung des Austritts beantragt, um ein weiteres Referendum durchzuführen und an den Wahlen zum Europäischen Parlament teilzunehmen. Auch vorgezogene Parlamentswahlen sind nicht auszuschließen, wobei verfügbare Umfragedaten und andere Stimmungsindikatoren der Bevölkerung im Vereinigten Königreich nicht darauf hindeuten, dass Neuwahlen zu einem euroskeptischeren Unterhaus führen würden“, so die DWS am Montag.

Selbst Austritts-Szenario deutlich weicher erwartet

Die Analysten glauben, dass es bei einer möglichen Beteiligung Großbritanniens an der Europawahl für Europa-Befürworter leichter werden könnte, Wähler zu den Urnen zu bewegen. Für Europa-Skeptiker dürfte es dagegen schwieriger werden, die guten Ergebnisse der vergangenen Europawahl zu wiederholen. Auch im Falle eines Austritts spricht laut DWS vieles dafür, dass das Schlimmste ausbleiben wird:

„Alternativ ist es vorstellbar, dass das Rücktrittsabkommen doch noch verabschiedet wird, um eine Teilnahme an den Wahlen zum Europäischen Parlament zu vermeiden. Das stärkste Argument dafür dürfte sein, dass vor allem die Tories wie vorhin erläutert keine große Lust auf Neuwahlen haben dürften. Für den 2. Mai 2019 sind ohnehin Kommunalwahlen in England und Nordirland angesetzt. Gut möglich dass deswegen Tories, Labour und Vertreter der nordirischen DUP noch schnell einem Brexit-Kompromiss zu-stimmen. Allerdings dürfte die Sitzverteilung im Unterhaus angesichts der Anzahl an Abgeordneten, welche lieber ein zweites Referendum abhalten würden, dies schwierig machen. Wenn es also doch noch auf einen schnellen Brexit hinausläuft, wird dieser wahrscheinlich weicher ausfallen als das, was Frau May sich vorgestellt hat“ konstatieren die Experten und halten einen ungeordneten Brexit inzwischen für weniger wahrscheinlich.

FTSE 100 für Hartgesottene

Trotz dieser neuen Situation notiert der britische Leitindex FTSE 100 noch immer im Krisenmodus. Anleger, die an einen Exit vom Brexit oder einen schleichenden Austritt glauben, könnten darin Chancen sehen. Der iShares Core FTSE 100 UCITS ETF (WKN: 552752) bietet dank seiner Gesamtkostenquote von nur 0,07 Prozent die Möglichkeit eines taktischen Investments in britische Aktien. Im laufenden Jahr legte der Index bereits um 14 Prozent zu, schwächelte zuletzt aber wieder etwas. Der ETF bietet Zugang zu den einhundert größten Aktien aus dem Vereinigten Königreich. Neben einem Aktienrisiko setzen sich Investoren auch einem Währungsrisiko aus: Die Fondswährung ist das britische Pfund.

Weitere interessante Investmentmöglichkeiten finden Sie in unseren ETF-Anlageleitfaden Großbritannien. Dieser erleichtert Ihnen den Einstieg in die Welt der Exchange Traded Funds (ETFs).