Indonesien-ETF als Comeback-Chance

Indonesien-ETF als Comeback-Chance

Anleger, die ihr Portfolio möglichst breit aufstellen möchten, haben in der Regel auch Schwellenländer im Portfolio. Häufig handelt es sich dabei um den Index MSCI Emerging Markets. Der Index wird von chinesischen Unternehmen dominiert und ist sehr marktbreit aufgestellt – unter anderem sind auch Länder aus Südamerika oder Osteuropa vertreten. Doch nicht immer lohnt sich ein derart diversifiziertes Investment. In Zeiten steigender Ölpreise und eines starken Dollars geraten einige Schwellenländer unter Druck. Beispiele sind die Türkei aber auch Argentinien. Da kann es sich je nach Risikoneigung lohnen, Investments auf stabile Volkswirtschaften zu konzentrieren oder aber bewusst gefallene Engel ins Portfolio aufzunehmen. Wie sieht es mit Indonesien aus?

Wachstum von fünf Prozent jährlich

Eine Volkswirtschaft, die mit stabilen Daten und einer jungen Bevölkerung glänzt, ist Indonesien. Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden, fragte kürzlich in einem Marktkommentar, ob das Land für risikobereite Investoren eine Einstiegsmöglichkeit sei. Folgende Argumente sieht der Marktkenner für Indonesien: „Das südostasiatische Land wächst weiter mit rund fünf Prozent im Jahr, die Regierung führt den Haushalt diszipliniert und die Notenbank hat ihr Ziel einer stabilen Rupiah mit vier Leitzinserhöhungen 2018 untermauert. Zudem ist der Index mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13,5 günstiger bewertet als im Schnitt der letzten zehn Jahre. Risiken bilden jedoch unter anderem ein Anstieg des Ölpreises und der Inflation, was die Zentralbank zu wachstumshemmenden Zinsanpassungen zwingen könnte, sowie das Leistungsbilanzdefizit von drei Prozent des BIP“, so Stephan. Im ersten Halbjahr büßte der Index MSCI Indonesia immerhin rund fünfzehn Prozent ein.

Indonesien-ETF stabilisiert sich

Anleger, die darin Chancen sehen, können mittels des Lyxor MSCI Indonesia UCITS ETF (WKN: LYX0ME) auf den Index setzen. Dieser bietet Zugang zu Unternehmen mit mittlerer und hoher Marktkapitalisierung und fügt sich nahtlos in ein Portfolio aus anderen MSCI-Indizes ein. Wichtigste Branchen sind das Finanzwesen (41,22%), Basiskonsumgüter (14,88%), Telekommunikationsdienste (12,92%) und Nicht-Basiskonsumgüter (11,97%). Im laufenden Jahr verlor der ETF 12,2 Prozent, stabilisierte sich aber zuletzt bereits. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,55 Prozent.

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Thomas Brummer

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