Von Bernd Lammert3. Januar 2022
Investieren in einen Dividenden-ETF: Die Wiedergeburt der Dividenden

Investieren in einen Dividenden-ETF: Die Wiedergeburt der Dividenden

2020 war ein schlechtes Jahr für alle Fans von Dividenden. 2021 ist (fast) alles anders, nur die wahren Dividendenkönige finden Anleger nicht in Deutschland. 

2020 hielt für Dividendenfans viel Ungemach bereit. In dem von der Corona-Pandemie gebeutelten Jahr haben viele Unternehmen die Axt an ihre Dividenden legen müssen, die Ausschüttungen gesenkt oder gar ganz ausfallen lassen, eben, weil nur schwer abzusehen war, wie lange die Pandemie noch wüten und die Konjunktur belasten würde. Gerade Konzerne aus der Ölbranche rasierten ihre Dividendenzahlungen geradezu. Dabei ist zu beachten, dass ein Unternehmen im Gegensatz etwa zu Zinszahlungen bei Anleihen nicht verpflichtet ist, Geld an seine Aktionäre auszuschütten. 

Obwohl die Weltwirtschaft die Corona-Krise noch immer nicht ganz abgeschüttelt hat, haben sich die Dividenden-Zeiten fundamental geändert, wie eine aktuelle Analyse der Fondsgesellschaft Janus Henderson zeigt. Demnach schütten die Firmen weltweit in diesem Jahr die aberwitzige Summe von 1,46 Bio. Dollar an ihre Anteilseigner aus. Das sind satte 200 Mrd. Dollar mehr als noch 2020 und zugleich auch eine neue Rekordhöhe. 

Deutsche Unternehmen sind nicht so attraktiv

Im dritten Quartal dieses Jahres sind die Ausschüttungen laut dem Global Dividend Index der Fondsgesellschaft sogar noch stärker gestiegen, was die anschwellende Dynamik beweist. Weltweit haben dem Index zufolge 90 Prozent der Unternehmen ihre Dividende zuletzt erhöht oder zumindest konstant gehalten. Dass die Erholung nun schneller einzutreten scheint, als ursprünglich erwartet, schreiben die Experten mehreren Faktoren zu, unter anderem den steigenden Rohstoffpreisen, die bei vielen Unternehmen zu Rekordgewinnen führten. Insbesondere hätten Bergbauunternehmen profitiert. Auch der Bankensektor leistet laut Janus Henderson einen signifikanten Beitrag. 

Doch Janus Henderson hält auf den zweiten Blick auch einen Wermutstropfen bereit, denn Deutschland hinkt in Sachen Dividenden hinterher. Generell dürften die Ausschüttungen 2021 hierzulande im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht schrumpfen, eine für die Fondsgesellschaft „überraschende“ Erkenntnis. „Wir gehen jedoch davon aus, dass sich dies spätestens 2022 ausgleichen wird“, schätzt Daniela Brogt, Vertriebsleitung für Deutschland und Österreich bei Janus Henderson.

Weltweite Dividenden-Könige im Blick 

Vor diesem Hintergrund könnten sich interessierte Dividendenfans den iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE) (WKN: A0F5UH) näher anschauen. Denn der ETF hat Aktien aus aller Welt mit hohen Dividendenausschüttungen aus dem STOXX Global 1800 Index im Blick.

Der dem ETF zugrunde liegende Index enthält ausschließlich Unternehmen, deren Dividende je Aktie in den vergangenen fünf Jahren nicht gesunken ist und deren Dividende zu Gewinn je Aktie weniger oder gleich 60 Prozent in Europa, Latein- und Nordamerika bzw. 80 Prozent in Asien-Pazifik beträgt. Freilich liegt der Anlageschwerpunkt bei US-Firmen, gefolgt von Unternehmen aus Japan, Australien und Kanada. Der ETF rentierte in diesem Jahr mit fast 20 Prozent, die Kosten betragen jährlich 0,46 Prozent. 

iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE)

WKN: A0F5UH ISIN: DE000A0F5UH1
Kurs 30,64 €
Kosten (TER) 0,46 %
Fondsvolumen 1.990 Mio. €
Indexabbildung Physisch
1 Monat +0,90 %
Lfd. Jahr +2,93 %
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