Investieren mit Faktoren: Mit Köpfchen zum Erfolg

Investieren mit Faktoren: Mit Köpfchen zum Erfolg

In Zeiten schwankender, unruhiger Börsen und politischer Unsicherheit sind gewiefte Investmentansätze gefragt. Beispielsweise bietet eine breite Streuung von vornherein mehr Sicherheit als der Fokus auf Einzeltitel. Daneben gibt es weitere Qualitätsmerkmale, die eine Investmentstrategie aufgreifen könnte. Hier bietet das sogenannte „Factor-Investing“ einen interessanten Ansatz. Die Idee dahinter: auf Basis bestimmter Faktoren in Aktien zu investieren, um langfristig die im Vergleich zur Benchmark besseren Anlageergebnisse zu erzielen. Zu den wichtigsten Faktoren zählen das Momentum, also das Folgen von Kurstrends oder auch die Bevorzugung von Aktien mit niedriger Volatilität oder einer attraktiven Bewertung. Nach Ansicht von Gideon Smith, Europa-CIO von AXA IM Rosenberg Equities, enthalten Faktoren unter Umständen Informationen über den zukünftigen Erfolg eines Unternehmens. „Bewertung und Qualität helfen uns, stabile, unterbewertete Unternehmen zu finden. Und Faktoren wie Marktstimmung können dazu beitragen, Unternehmen zu identifizieren, die hohes Wachstum und Erfolge erwarten lassen“, so Smith.

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Viele Wege bzw. Faktoren führen nach Rom

Es gibt verschiedene Arten von Fonds, die „Factor-Investing“ betreiben. AXA IM-Experte Smith verfolgt eine aktive Vorgehensweise über Datenanalyse. Daneben gibt es die sogenannte „Smart Beta“-Fonds, zumeist ETFs. Ihr Ansatz ist es, in einem Portfolio für höhere Erträge oder geringere Risiken gegenüber ETFs zu sorgen, die hergebrachte Indizes abbilden. Sie setzen oftmals nur auf einen Faktor, das macht sie leicht verständlich. Daneben gibt es auch ausgetüftelte Produkte, die mehrere Risikofaktoren berücksichtigen.

Strategie für aktives als auch passives Investieren

„Factor-Investing“ ist eine Strategie sowohl für aktives als auch passives Investieren. Wer passiv nach diesem Ansatz investieren will, kann sich den Lyxor J.P. Morgan Multi-Factor Europe Index UCITS ETF (WKN: LYX0T7) näher anschauen. Der Fonds bildet den J.P. Morgan Equity Risk Premia – Europe MULTI FACTOR Long Only Index direkt ab. Dieser bietet Zugang zu einem Aktienkorb aus den fünf europäischen Risikofaktorindizes (Value, Low Size, Momentum, Low Beta und Quality). Mit dieser Strategie ließ sich in diesem Jahr eine Rendite von 2,11 Prozent erzielen. 2017 lag das Plus bei gut elf Prozent. Es fallen Kosten von pauschal 0,40 Prozent im Jahr an.

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Über den Autor

Thomas Brummer

Thomas Brummer

Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin "Der Aktionär" tätig. Im Anschluss schrieb er für das Verbraucherportal biallo.de. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extraETF.com und das Extra-Magazin.
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