Von Redaktion28. März 2022
Wie das vernetzte E-Auto Einnahmen erzeugt.

iPhone auf Rädern: Wie das vernetzte E-Auto Einnahmen erzeugt

Das immense Wachstum der E-Auto-Industrie hat für Furore gesorgt. Mit einem speziellen ETF setzt du auf dieses heiße Zukunftsthema.

Viele E-Auto-Aktien haben sich in den vergangenen Jahren extrem gut entwickelt. Dennoch scheinen viele Analysten und Investoren die wirklichen Chancen im Bereich der Elektrofahrzeuge noch nicht erkannt zu haben. Was übersehen sie?

Das E-Auto ist auf dem Vormarsch

Es gibt heute über eine Milliarde Autos auf den Straßen. Einen wiederkehrenden Einkommensstrom generieren dabei allem voran Tankstellen, Reparaturwerkstätten und Versicherungsunternehmen, nicht jedoch der Hersteller. Seine Beziehung zum Kunden endet, sobald das Auto vom Parkplatz gefahren wird. Diese Beziehung ist gerade dabei, sich radikal zu ändern.

Tipp: Hier zeigen wir dir weitere spannende Themen-ETFs.

Mit vollständig vernetzten Elektrofahrzeugen und autonomen Fahrzeugen können Automobilhersteller über die Lebensdauer von zehn bis 15 Jahren Einnahmen generieren. Autos werden sozusagen zu „iPhones auf Rädern“. Wie bei der Entwicklung vom Klapphandy zum Smartphones, kann der Hersteller auf der Plattform nunmehr Dienste aufbauen oder laufende Abonnements vertreiben. So betreibt der Hersteller die Ladestation selbst, verwandelt die Werkstatt in ein hauseigenes Service-Center und stellt die Versicherung über die Telematik des Autos bereit. 

E-Autos: Einnahmen über die gesamte Lebensdauer

Dies kann ein grundlegender Wandel in der Branche sein mit weitreichenden Auswirkungen von der Preisgestaltung bis hin zur Wettbewerbsdynamik. Ein Beispiel: Ein Unternehmen verkauft zehn Millionen Autos pro Jahr, alle elektrisch oder mit Verbrennungsmotor, aber ohne die notwendige Hardware zur vollständig Vernetzung oder zum autonomen Fahren – sozusagen Klapphandys, deren Ertragspotenzial am Tag der Anschaffung größtenteils erschöpft ist. Ein anderes Unternehmen verkauft zwar nur eine Million Autos pro Jahr, jedoch sind diese allesamt elektrisch, voll vernetzt mit der Hardware für volle Autonomie – sozusagen Smartphones, die über die gesamte Lebensdauer hinweg attraktive Einnahmenströme generieren. Allein schon deswegen kann das vermeintlich kleinere Unternehmen für Investoren deutlich wertvoller sein. 

Denn es kommt in Zukunft nicht mehr darauf an, wie viele Autos man baut. Es kommt darauf an, wie viele intelligente, vollständig vernetzte Autos der Hersteller produziert. Denn das ist es, was das langfristige Monetarisierungspotenzial ausmachen wird. Es braucht also künftig nicht mehr nur Unternehmen, die ein attraktives Produkt mit ansprechendem Design und Zugang zu Kapital haben. Vielmehr müssen Investoren jene Unternehmen identifizieren, die über die größte Basis an langfristig monetarisierbaren Anlagen verfügen, da diese Unternehmen ein deutlich höheres Potenzial für wiederkehrenden Einnahmen und Gewinnströmen haben.

Lyxor MSCI Future Mobility ESG Filtered (DR) UCITS ETF

WKN: LYX0ZJ ISIN: LU2023679090
Kurs 17,77 €
Kosten (TER) 0,45 %
Fondsvolumen 306 Mio. €
Indexabbildung Physisch
1 Monat -3,01 %
Lfd. Jahr -16,16 %

Über den Autor: N. Owuraka Koney

N. Owuraka Koney, Equity Research Analyst bei Jennison Associates

Jetzt die aktuelle Ausgabe des Extra-Magazins bestellen!
  • Dividenden: Wie man die besten Dividenden-Aktien und -ETFs erkennt
  • Marktanalyse: Wie groß sind aktuell die Risiken für deine Aktien?
  • „Wir lieben Steuern“: Zwei Steuer-Profis über smarte Steuerspar-Tricks
  • Lisa von Aktiengram: Die Expertin gewährt Einblick in ihr privates Depot
  • Plus: Das sind die besten Robo-Advisors für 2022