Japan-ETF: Das Land des Lächelns ist wieder einen Blick wert

Langsame Impfkampagne? Mutlose Unternehmensausblicke? Geschenkt. Die schwierigen Zeiten für Japans Wirtschaft sind vorbei, sagen Experten. Der Aktienmarkt Japan steht vor neuer Blüte.

Im Sommer stand Japan über mehrere Wochen im Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit. Die Olympiade und die Paralympics waren perfekt inszenierte  Wettbewerbe, die den Ruf der Japaner festigten, Organisationsweltmeister zu sein. Und doch stand Tokio für sein Corona-Management rund um die Spiele in der Kritik. Viele Experten warfen der Regierung vor, es versäumt zu haben, während Olympia der Bevölkerung ein Krisenbewusstsein zu vermitteln. Als Folge seien die Corona-Infektionszahlen angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante rasant gestiegen. „Das Vertrauen der Menschen in die Regierung ist gesunken“, sagte der Politologe Yu Uchiyama der Universität Tokio.

Die politische Lage ist in der Tat nach der langen Amtszeit von Shinzo Abe in der Tat unruhiger geworden. Am 21. Oktober finden Neuwahlen zum Unterhaus statt. In deren Vorfeld ist Premierminister Yoshihide Suga kürzlich zurückgetreten, nachdem er an Beliebtheit verloren hatte – unter anderem wegen des Corona-Managements seiner Regierung. Die Experten der Fondsgesellschaft Columbia Threadneedle bewerten den Rücktritt aus Anlegersicht dennoch positiv: Er reduziere die Wahrscheinlichkeit eines ungünstigen Ergebnisses für die amtierende Regierungspartei bei den anstehenden Unterhauswahlen“, hieß es in einem aktuellen Kommentar.

Japan: „Viele großartige Unternehmen“

Ungewöhnlich für die als perfektionistisch geltenden Japaner war in diesem Jahr die zunächst schleppende Entwicklung der Corona-Schutzimpfungen. Die USA und Europa sind bei den Impfkampagnen deutlich schneller vorangekommen, während Japan fast durchgehend im Lockdown stecken blieb. Eine Folge war, dass die Unternehmen in ihren Prognosen zurückhaltend blieben. Aus Sicht von Columbia Threadneedle ist der Ausblick jetzt jedoch freundlicher. Nach einem langsamen Start habe Japans Impfprogramm in den vergangenen Monaten deutlich an Fahrt aufgenommen.“ Damit sei der Weg frei, um die Wirtschaft des Landes schrittweise wieder zu öffnen.

Die Experten bleiben zuversichtlich: „Die langfristigen Aussichten für den japanischen Aktienmarkt sind günstig, in Anbetracht seiner attraktiven Bewertung“, sagt Alex Lee, Portfoliomanager für japanische Aktien bei Columbia Threadneedle. „Es kann immer mal wieder zu Störungen kommen, wie wir in diesem Jahr gesehen haben“, sagt Lee. „Doch Japan hat viele großartige Unternehmen, die in ihren Bereichen führend sind. Diese Firmen können nicht ewig unter dem Radar bleiben.“

Breiter Zugang zu japanischen Aktien

Neben aktiv verwalteten Fonds wie von Columbia Threadneedle können Anleger auch mit ETFs in den japanischen Aktienmarkt investieren. Ein geeigneter ist beispielsweise der Amundi Japan Topix UCITS ETF (WKN: A2H58W). Der Fonds bündelt 1.900 Titel und kostet jährlich 0,45 Prozent. 2021 legte der ETF bereits um 16,15 Prozent zu. Aktuell sind in dem Produkt gut 519 Mio. Euro investiert.

Amundi Japan Topix UCITS ETF

WKN: A2H58W ISIN: LU1681037864
Kurs 264,51 €
Kosten (TER) 0,48 %
Fondsvolumen 570 Mio. €
Indexabbildung Synthetisch
1 Monat -2,51 %
Lfd. Jahr +11,47 %
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