Mit der Zahl von Cyberangriffen wächst auch der Markt für Cybersicherheit

Cyberangriffe auf Einzelpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen werden immer raffinierter. Cybersicherheit wird damit zunehmend bedeutend.

Mit Menge und Niveau der Cyberangriffe steigt zugleich der Bedarf nach Sicherheit, sagt Aanand Venkatramanan, Head of ETF Investment Strategies bei Legal & General Investment Management (LGIM).

Der Bedarf nach Cybersicherheit nimmt zu

„Die jüngsten Attacken waren bei weitem nicht die einzigen in diesem Jahr: Allein im zweiten Quartal 2021 wurden Colonial Pipeline, eine der größten Ölpipelines der USA, JBS, der weltgrößte Fleischverarbeiter, das belgische Parlament und belgische Universitäten, das südafrikanische Unternehmen Virgin Active und der US-Videospielehersteller Electronic Arts Opfer von Cyberattacken“, meint Venkatramanan.

In Anbetracht der anhaltenden Cyberangriffe ergreifen verschiedene Regierungsbehörden laut Venkatramanan entsprechende Maßnahmen: 

  • Die US-Regierung unterzeichnete die Cybersecurity Enhancement Executive Order. Sie zielt darauf ab, ungehindert Informationen über Cyberbedrohungen zwischen der Regierung und dem privaten Sektor auszutauschen, die Sicherheit von Software-Lieferketten zu erhöhen und Cybersecurity-Vorfälle in Netzwerken der Bundesregierung zu identifizieren. 
  • Der Europäische Rat befürwortete die Einrichtung eines Kompetenzzentrums für Cybersicherheit, um Investitionen in Forschung, Technologie und industrielle Entwicklung zusammenzuführen. 
  • Das Vereinigte Königreich leistete einen zusätzlichen Beitrag von 16,5 Milliarden Pfund an Verteidigungsmitteln, von denen ein Großteil für die Cybersicherheit verwendet wird. Darüber hinaus plant das Land, seine nationale Cyber-Strategie im Jahr 2021 zu überarbeiten. 
  • Frankreich, wo sich die Zahl der Ransomware-Angriffe im Jahr 2020 vervierfacht hat, hat beschlossen, ein Budget von 500 Millionen Euro für Cybersicherheit bereitzustellen und diese zur Priorität zu machen. 

Entwicklung zeigt Wirkung

Diese Entwicklung schlägt sich auf den Markt für Cybersicherheit aus: Norton Life Lock, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Cybersicherheit, übernahm Ende 2020 den Antivirenhersteller Avira. Danach kündigte das Unternehmen an, in dessen Aktien auch der L&G Cyber Security UCITS ETF investiert ist, Avast zu übernehmen – ein Entwickler von Antivirenprodukten. Damit möchte Norton Life Lock seine globale Führungsposition im Segment Verbraucherschutz ausbauen. 

BAE Systems – eine weitere im L&G Cyber Security UCITS ETF (WKN: A14WU5) enthaltene Aktie – ist im Bereich der Luft- und Raumfahrt sowie sowie im Cyber-Security Bereich tätig. Das Unternehmen hat seine Präsenz im Cybersicherheitsmarkt ausgebaut und zwischen 2001 und 2018 fünf Cybersicherheitsunternehmen übernommen. Die Tochtergesellschaft BAE Systems Intelligence & Security beschäftigt mittlerweile 10.000 Mitarbeiter. Im August 2020 erhielt BAE Systems einen Fünf-Jahres-Vertrag im Wert von 85 Millionen Dollar, um Lösungen für die sichere Übertragung von Informationen im Netzwerk der US-Regierung zu entwickeln. 

Tipp: Hier können Sie weitere spannende Themen-ETFs entdecken.

Der Markt für Cybersicherheit wuchs zwischen 2011 und 2017 mit einer kumulierten jährlichen Wachstumsrate von 11,3 Prozent. Es wird prognostiziert, dass der Cybersicherheitsmarkt für staatliche Einrichtungen bis 2026 weltweit ein Volumen von 88 Milliarden US-Dollar übersteigen könnte, was 25 Prozent des Gesamtwertes der Branche entspräche (Quelle: Research and Markets, Februar 2021). Damit könnte die Cybersicherheit zu einer der großen Wachstumsstorys der kommenden Jahre gehören.

L&G Cyber Security UCITS ETF

WKN: A14WU5 ISIN: IE00BYPLS672
Kurs 22,23 €
Kosten (TER) 0,75 %
Fondsvolumen 2.536 Mio. €
Indexabbildung Physisch
1 Monat +1,51 %
Lfd. Jahr +14,25 %
Mehr Infos zum: L&G Cyber Security UCITS ETF
Mehr ETFs finden: ETF-Suche