Mit einem Europa-ETF schneller aus der Krise?

Europa hat angemessen auf die Krise reagiert und könnte gegenüber anderen großen Wirtschaftsräumen Vorteile haben. Ein Europa-ETF könnte profitieren.

Ist Europa besser als sein Ruf? Während Vermögensverwalter, wie Markus Zschaber, in der Krise die USA favorisieren, gibt es auch gegenteilige Stimmen. Andreas Billmeier, Soverein Research Analyst bei der Legg-Mason-Boutique Western Asset Management, geht davon aus, dass Europa die Krise am schnellsten meistert. Zwar könne es bis zu zwei Jahren dauern, bis die globale Wirtschaft wieder das Vor-Krisen-Niveau erreicht habe, doch seien die Voraussetzungen für ein Comeback in Europa gut. „Angesichts der weltweiten Verschränkung der globalisierten Wirtschaft sind sämtliche Volkswirtschaften von der Pandemie betroffen. Dennoch gibt es einige regionale Unterschiede: Neben der Schwere der Krise und der Einschränkungen, sind dies die Höhe und Art der fiskal- und geldpolitischen Unterstützung, die Struktur der Wirtschaft sowie die Bedeutung der Auslandsnachfrage für das jeweilige Land“, konstatiert der Anlageexperte.

Europa hat angemessen auf die Krise reagiert

Europa habe, wie auch die USA, mit starken Maßnahmen auf die Krise reagiert. Auch verfüge Europa über eine Wirtschaft, die einen großen Teil ihrer Wertschöpfung aus dem Homeoffice erzielen könne. Volkswirtschaften mit Schwerpunkten in den Bereichen Rohstoffförderung und Industrie dürften dagegen vorerst das Nachsehen haben, so Billmeier. Obwohl Europa zu rund dreißig Prozent von ausländischer Nachfrage abhänge, was in einer weltweiten Pandemie zu einem Risiko werden könne, sieht der Anlage-Profi Chancen in Europa: „Von den großen Wirtschaftsräumen dürfte Europa die Krise mit am schnellsten hinter sich lassen. Die Interventionen von Regierungen und Notenbanken waren umfassend und auch der Arbeitsmarkt bleibt dank der ergriffenen Maßnahmen intakt“, schreibt Billmeier.

Breit gestreut mit einem Europa-ETF

Während die Experten der Investmentboutique Western Asset Management Aktien anhand fundamentaler Kriterien auswählen und so gerade während Krisen auf bestimmte Umstände reagieren können, profitieren Selbstentscheider vom hohen Diversifikationsgrad und der geringen Kosten von ETFs. Der iShares Core MSCI Europe UCITS ETF (WKN: A0MZWQ) bündelt 452 Aktien aus Europa. Die zehn am stärksten gewichteten Titel im ETF nehmen 20,9 Prozent im Index ein. 2020 gab der ETF bislang 17,8 Prozent nach. Mit dabei sind Titel wie Nestlé, Roche, Novartis, SAP oder HSBC. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,12 Prozent.

iShares Core MSCI Europe UCITS ETF EUR (Dist)

WKN: A0MZWQ ISIN: IE00B1YZSC51
Kurs 22,16 €
Kosten (TER) 0,12 %
Fondsvolumen 5.716 Mio. €
Indexabbildung Physisch
1 Monat -0,82 %
Lfd. Jahr -11,44 %
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