Steht dieser Reise-ETF jetzt vor einem Comeback?

Die Aktien von Fluglinien und Reiseanbietern sind am Boden. Hartgesottene mit langem Atem können dennoch auf einen Reise-ETF zurückgreifen.

Wenn eine Branche von der Krise besonders hart getroffen ist, dann die Reisebranche. Reiseanbieter verhandeln mit Kunden über Erstattungen und sehen sich mit dem Rücken zur Wand. Viele Reisebüros stehen vor der Pleite – künftig dürfte es ohne die Beratung von Reisebüros mit treuen Kunden schwerer fallen, Umsätze zu erzielen. Vor allem für hochpreisige Anbieter dürfte es dann schwer sein, sich gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Unter Druck sind auch Fluglinien. „Die Analysten der Deutschen Bank schätzen die gesamten Cash-Bestände der Fluglinien zum Ende des zweiten Quartals auf 63,5 Milliarden US-Dollar. Die Verschuldung erhöhte sich allerdings im Vergleich zum ersten Quartal von 105 auf 144 Milliarden US-Dollar. Wegen des hohen Cash-Bestandes dürften die Firmen kurzfristig keine Liquiditätsprobleme bekommen; spätestens 2021 muss sich der Flugbetrieb aber wieder normalisieren, ansonsten sitzen sie in einer Schuldenfalle“, erklärt Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege der Deutschen Bank.

Reise-ETF nur für Mutige geeignet

Aktuell sind Airline-Aktien noch nicht wirklich aus dem Krisen-Tal gekommen. Dies könnte für Anleger eine Chance sein: „Mutige und risikobewusste Investoren, die auf eine rasche Erholung des internationalen Luftverkehrs setzen, könnten erste Positionen in ausgewählten Titeln des Sektors zur Depotbeimischung aufbauen“, findet Stephan. Um Risiken zu streuen, könnte sich auch ein ETF auf Titel aus der Reise- und Freizeitbranche anbieten. Hier tummeln sich neben Reisekonzernen auch Anbieter von Kreuzfahrten, die noch stärker unter der Pandemie leiden. Ein Investment ist daher sehr riskant, könnte aber mit Weitblick auch außergewöhnlich günstig sein.

Dieser ETF bündelt Anbieter aus Reise und Freizeit

Ein passender ETF ist der ComStage STOXX Europe 600 Travel & Leisure UCITS ETF (WKN: ETF078). 2020 steht es satter Verlust von knapp dreißig Prozent zu Buche. Mit dabei sind 21 Titel, wie beispielsweise Compass Group (21,2%) Flutter Entertainment (17,15%), Intercontinental Hotels (8,2%) oder auch Evolution Gaming und Ryanair. Titel aus Großbritannien sind am stärksten im ETF vertreten. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,25 Prozent.

Tipp: Weitere spannende ETFs für mögliche Investitionen finden Sie auf unserer Übersichtsseite zu Themen-ETFs.