Russland überzeugt Investoren

Ein starker Rubel und niedrige Bewertungen sprechen für russische Aktien. Wie ein Russland-Investment gelingen kann.

Russische Aktien waren immer schon ein heißes Eisen. Doch die Kehrseite des Risikos ist die Chance: Ob nach den Sanktionen nach der Annexion der Krim oder anderen Krisen – der Markt drehte schnell wieder nach oben und brachte Anlegern teils große Gewinne. Auch aktuell zeigt sich der russische Aktienmarkt von der besten Seite. Nach Ansicht von Deutsche-Bank-Chefstratege Ulrich Stephan locken vor allem die solide Haushaltslage und die starke Währung aktuell Investoren an.

Risiken nicht außer Acht lassen

„Die russische Börse ist zudem kaum vom Handelsstreit zwischen den USA und China betroffen und zählt mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp zehn zu den günstigsten unter den Schwellenländern. Für einen Einstieg sollten Anleger jedoch die entsprechende Risikobereitschaft mitbringen. Denn eine Ausweitung der US-Sanktionen schwebt wie ein Damoklesschwert über der russischen Börse, die derzeit so hoch wie zuletzt Ende 2013 notiert“, ergänzt Stephan. Bezogen auf die aktuelle Situation könnte sich für Anleger daher anbieten, einen Rücksetzer am russischen Aktienmarkt abzuwarten.

2019 mehr als dreißig Prozent Rendite

Um auf russische Aktien zu setzen, sollten Anleger entweder einen spezialisierten aktiv verwalteten Fonds kaufen oder aber gestreut mittels eines ETFs investieren. Der  ComStage Dow Jones Russia GDR UCITS ETF (WKN: ETF118) bündelt die größten russischen Aktien. Mit dazu gehören Titel aus den Bereichen Finanzen (23,61 %), Grundmaterialen (10,4 %) und Basiskonsumgüter (7,04 %). Der ETF schüttet Erträge aus und bildet den zugrunde liegenden Index synthetisch ab. Im laufenden Jahr legte der ETF um 34,5 Prozent zu. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,59 Prozent.