Schwellenländer im Corporate-ETF sind besser als ihr Ruf

Maßnahmen der US-Notenbank könnten Schwellenländer-Anleihen wieder in die Spur bringen, glauben Experten. Auch ein Corporate-ETF könnte profitieren.

Unternehmensanleihen aus Schwellenländern galten vor der Krise als einer der letzten lukrativen Rückzugsorte für Anleihe-Investoren. Als sich das Virus weltweit ausbreitete und auch die Kapitalmärkte erfasste, wurde auch aus Schwellenländern Kapital abgezogen. Doch nach Ansicht von Experten wie Brett Diment, Head of Global Emerging Market Debt bei Aberdeen Standard Investments, hat sich die Situation inzwischen geändert: „Zu Beginn, als die aggressiven Lockdowns in ganz Asien eingeführt wurden, sahen wir Abflüsse bei Emerging Markets Debt Fonds, insbesondere von Großanlegern und Privatbanken, wodurch die Marktliquidität auf die Probe gestellt wurde. Inzwischen haben wir diese Phase jedoch hinter uns gelassen, und der Markt ist viel ausgeglichener, da die Anleger wieder in die Anlageklasse wechseln wollen“, so der Marktkenner.

Schwellenländer heute solide aufgestellt

Auch eine Maßnahme der US-Notenbank Fed spreche dafür, dass die Anlageklasse wieder attraktiver werden könnte: „Die monetären und fiskalischen Impulse aus den Schwellenländern waren bisher im Allgemeinen recht gedämpft. Die Zentralbanken der Schwellenländer waren zwar eher bereit, ihre Politik zu lockern als in der Vergangenheit, aber sie wollen in diesem risikoreichen Umfeld, das die Währungen unter Druck gesetzt hat, auch die Kapitalflucht begrenzen. Die jüngste Maßnahme der FED zur Bereitstellung von USD-Swap-Linien lockert den Liquiditätsdruck in den Schwellenländern, wo ausländische Banken Staatsanleihen in Dollar tauschen können“, betont Diment und verweist darauf, dass viele Schwellenländer heute zudem wirtschaftlich solide aufgestellt seien.

Anleger fliegen auf diesen Corporate-ETF

Um in Corporates aus Schwellenländern zu investieren, kann sich eine ausgeklügelte Selektion, wie sie die Experten von Aberdeen Standard Investments bieten, lohnen. Von einem Comeback des gesamten Sektors profitieren in der Regel aber auch ETFs. Der iShares J.P. Morgan $ EM Corp Bond UCITS ETF (WKN: A1JWS3) ist bei Investoren sehr beliebt und vereint aktuell 605 Millionen Euro auf sich. Mit dabei sind 965 Anleihen aus Schwellenländern, die in US-Dollar begeben wurden. 2020 büßte der ETF bislang 2 Prozent ein, zuletzt ging es aber deutlich nach oben. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,5 Prozent.

iShares J.P. Morgan $ EM Corp Bond UCITS ETF

WKN: A1JWS3 ISIN: IE00B6TLBW47
Kurs 89,74 €
Kosten (TER) 0,50 %
Fondsvolumen 592 Mio. €
Indexabbildung Physisch
1 Monat +1,37 %
Lfd. Jahr -2,56 %
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Tipp: Sie möchten wissen, wie genau ETFs funktionieren? In unserem Beitrag „Was ist ein ETF?“ haben wir das im Detail beschrieben.