So werden EM-ETFs von den Plänen zur Freihandelszone in Asien beflügelt

Der von Asien dominierte MSCI Emerging Markets kennt nur einen Weg: den nach oben. Kein Wunder: Den EMs wird langwährendes Wachstum bescheinigt. ETFs profitieren von den Plänen rund um die weltgrößte Freihandelszone in Asien. 

Nach Einschätzung der Fondsgesellschaft Nordea Asset Management dürften Schwellenländer in diesem Jahr ein größeres Wirtschaftswachstum verzeichnen als entwickelte Märkte. „Insbesondere asiatische Schwellenländer dürften die Nase vorn haben“, ist Portfoliomanagerin Juliana Hansveden überzeugt. Ob nun eine Erholung vom Corona-Schock oder reines Wachstum: die Region sei in diesem Jahr auf Wachstum geeicht, betont Hansveden.

Auch auf längere Sicht ist es aus ihrer Sicht wahrscheinlich, dass die asiatischen Schwellenländer stärker wachsen. „Das Freihandelsabkommen RCEP (Regional Comprehensive Economic Partnership) wird über einen Zeitraum von 20 Jahren eine riesige Freihandelszone im asiatisch-pazifischen Wirtschaftsraum etablieren, während beispielsweise in Lateinamerika die Handelsbarrieren voraussichtlich hoch bleiben“, sagt Hansveden.

Weltgrößte Freihandelszone weckt große Hoffnungen

15 Länder mit 2,2 Mrd. Einwohnern, die zusammen gut 25 Bio. Dollar im Jahr erwirtschaften, haben sich in dieser weltgrößten Freihandelszone zusammengeschlossen. Außer zehn ASEAN-Staaten wie Thailand, Malaysia, Vietnam, die Philippinen und Indonesien gehören der RCEP Japan, Australien und Neuseeland an. Wichtigster Handelspartner und dominierendes Land im Handelspakt ist China. Rund um die Unterzeichnung des Vertrages schoss der von Asien dominierte Emerging-Markets-Index streng nach oben.

Ein Zeichen, dass die Anleger mit der RCEP große Hoffnungen verbinden. Stephan Albrech von der der Albrech & Cie Vermögensverwaltung geht davon aus, dass sich diese Hoffnungen bewahrheiten, denn „mit der Ratifizierung durch die verschiedenen Landesparlamente werden 90 Prozent der Zölle in dieser gigantischen Handelszone abgeschafft“. Auch glaube er, dass sich der Zusammenschluss in Zukunft noch vertiefe und auf andere Wirtschaftsbereiche, etwa Dienstleistungen, ausgedehnt werde, sagt Albrech.

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Zukunftsfähiges Portfolio mit Emerging Markets

Investoren, die Wert auf ein zukunftsfähiges Portfolio legen, kommen aus Sicht des Vermögensverwalters an den Schwellenländern nicht mehr vorbei. Neben aktiv gemanagten Fonds, etwa von Nordea AM, können Anleger mit einem  ETF am Potenzial der Emerging Markets teilhaben.

So investiert der iShares Core MSCI EM IMI UCITS ETF (Acc) (WKN: A111X9) in gut 2.800 große, mittelgroße und kleine Unternehmen aus 27 Emerging Markets. China, Korea, Taiwan und Indien machen zusammen rund 70 Prozent des MSCI Emerging Markets aus, wobei China mit einem Anteil von gut einem Drittel klar dominiert. In diesem Jahr zog der ETF, der Gebühren von 0,18 Prozent im Jahr veranschlagt, um mehr als 5 Prozent an.

iShares Core MSCI EM IMI UCITS ETF (Acc)

WKN: A111X9 ISIN: IE00BKM4GZ66
Kurs 31,03 €
Kosten (TER) 0,18 %
Fondsvolumen 15.733 Mio. €
Indexabbildung Physisch
1 Monat -1,16 %
Lfd. Jahr +6,31 %
Mehr Infos zum: iShares Core MSCI EM IMI UCITS ETF (Acc)
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Wertentwicklung in den Asien-Pazifik-Ländern

Die folgende Tabelle listet die Wertentwicklung der wichtigsten Länder aus der Asien-Pazifik-Region auf.

Indexnamelfd. Jahr1 Monat3 Monate1 Jahr3 Jahre
MSCI Australia NR USD+8,95+1,48+6,07+44,77+32,85
MSCI Indonesia NR USD-7,47-7,77-12,86+20,63-13,53
MSCI Korea 20/35 NR USD+7,47+2,58-1,86+72,86+38,38
MSCI Malaysia NR USD-0,76-0,14+0,51+12,13-13,89
MSCI Pakistan IMI NR USD+7,24+3,50+1,35+25,54-38,21
MSCI Philippines IMI NR USD-6,54-2,40-8,75+15,03-9,94
MSCI Thailand NR USD+2,80-4,86-2,94+14,05-14,19
FTSE Vietnam TR USD+15,99+7,35+5,12+51,22+7,03