Von Bernd Lammert20. Dezember 2021
Starke Marken-ETF: Inflationsschutz einmal anders

Starke Marken-ETF: Inflationsschutz einmal anders

Anleger sollten ihr Depot angesichts des starken Preisdrucks anpassen. Wer nicht handelt, wird Geld verlieren.  Ein ETF kann Inflationsschutz bieten.

Das Schreckgespenst der Inflation geht nicht nur um, es ist schon leibhaftig da. In den USA war die Teuerungsrate im November mit 6,8 Prozent so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr. In Europa sieht es nicht anders aus. In Deutschland liegt die Jahresrate inzwischen bei über fünf Prozent, in manchen Eurostaaten erreicht die Inflation sogar fast 10 Prozent. Noch in diesem Jahr will die Europäische Notenbank sich damit befassen, wie die Geldpolitik auf die Inflation reagieren soll. Geht es nach dem österreichischen Ratsmitglied Robert Holzmann sollte sich die EZB zumindest die Option einer Zinserhöhung im kommenden Jahr offenhalten, um auf die Preisentwicklung zu reagieren.

Der Höhepunkt dürfte jetzt zur Jahreswende erreicht werden, sagt Holzmann. Außerdem sei abzusehen, dass die Energiepreise längst nicht mehr so stark ansteigen wie bisher. Auf der anderen Seite würden aber Lieferengpässe weiter eine große Rolle spielen, zum Beispiel auch bei Nahrungsmitteln, so der Währungshüter. Was viele Beobachter nicht bedenken: Es besteht durchaus das Risiko, dass hohe Inflationserwartungen zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung werden und die Inflation somit weiter anheizen. 

Kein vorübergehendes Phänomen

Anleger treibt der starke Preisdruck um. Denn bei Inflation steigen die Kosten der Unternehmen. Können die Unternehmen den höheren Aufwand nicht weiterreichen, sorgt das für Druck auf die Margen, was an der Börse für Abschläge führen könnte. Daher stellt sich die Frage, wie Investoren ihr Depot vor Vermögensverlusten schützen können. Finanzexperte Markus Richert von der Portfolio Concept Vermögensmanagement GmbH beruhigt zunächst: „Letztlich sind die steigenden Inflationsraten für Aktienanleger eine gute Nachricht“, sagt er.

Denn steigende Teuerungsraten seien ein Indiz dafür, dass die Wirtschaft wieder in Gang komme. Nun gelte es, den Fokus neu auszurichten. „Anleger sollten jetzt die Struktur und die Zusammensetzung ihrer Depots überprüfen“, rät Richert. „Aktien von Top-Unternehmen mit führenden Wettbewerbspositionen, starken Marken und loyalen Kunden, die dadurch über Preissetzungsmacht verfügen, können höhere Kosten im Einkauf oder in der Produktion in Form von Preiserhöhungen an ihre Kunden weitergeben“, betont Richert. 

Inflationsschutz: Fokus auf Top-Unternehmen

In der jetzigen Situation könnte demzufolge der Fokus auf Unternehmen mit einer hohen Preissetzungsmacht von Vorteil sein. Der Xtrackers MSCI World Consumer Discretionary UCITS ETF (WKN: A113FH) hat solche starke Marken im Blick. Die Aktien werden von Unternehmen aus den Industrieländern aus dem Sektor Consumer Discretionary (Nicht-Basiskonsumgüter) ausgegeben.

Unter den Top-Positionen finden sich solch bekannte Namen wie Amazon, LVMH, Nike, Toyota oder McDonald‘s. Der sparplanfähige ETF gewann in diesem Jahr gut 27 Prozent an Wert. Die Kosten der Fondshaltung liegen bei schmalen 0,09 Prozent. 

Xtrackers MSCI World Consumer Discretionary UCITS ETF

WKN: A113FH ISIN: IE00BM67HP23
Kurs 38,81 €
Kosten (TER) 0,25 %
Fondsvolumen 182 Mio. €
Indexabbildung Physisch
1 Monat -17,55 %
Lfd. Jahr -24,28 %
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