Stimmung um Frontier Markets hellt sich auf

Marktkenner sehen positive Signale für Frontier Markets. Obwohl sich aktive Instrumente anbieten, bringen 2019 auch ETFs satte Renditen.

Die Experten der Fondsgesellschaft T. Rowe Price sehen neue Impulse für Frontier Markets. Neben besseren Ausgangspositionen für einige wichtige Märkte würden auch die Reklassifikation der Indexanbieters MSCI und der positive Einfluss des Handelsstreits zwischen den USA und China auf Volkswirtschaften wie Bangladesch und Vietnam eine Rolle spielen. „Argentinien war 2018 in eine politische Krise verstrickt, Saudi-Arabien kämpfte um eine gute Darstellung bei ausländischen Investoren, Sri Lanka bewegte sich auf ein Machtvakuum zu und Kenia und Rumänien stellten den Finanzsektor mit neuen Steuern vor Herausforderungen. Für diese Länder ist 2019 die Gelegenheit, die eigene Attraktivität für ausländische Investoren zu steigern“, sagt Oliver Bell, Portfolio Manager des Frontier Markets Equity Fonds bei T. Rowe Price und verweist auf bevorstehende Wahlen in Nigeria und Argentinien. Diese könnten den Ländern Reformen bringen und aus Sicht internationaler Investoren ein Lackmustest für die Demokratie sein. Für Argentinien und Saudi-Arabien könne es zudem schon bald in den MSCI Emerging Markets gehen. Die Aussicht auf die Heraufstufung im Mai könnte diese Titel beflügeln.

Länderspezifische Probleme werden gelöst

Positiv sei die Lage aktuell auch in Vietnam und Bangladesch: Diese Volkswirtschaften würden von Verlagerungen von Produktionskapazitäten aus China profitieren, die Unternehmen aus Sorge vor einer Eskalation im Handelsstreit forcieren. Bereits seit vielen Jahren hängen die Volkswirtschaften Südostasien eng mit China zusammen und sind Teil der Produktionskette rund um komplexe chinesische Exportprodukte, beispielsweise im Bereich Elektronik. „Die Aussichten für Frontier Markets scheinen sich also weiterhin zu verbessern, da mehrere länderspezifische Probleme allmählich gelöst werden“, so der Portfolio Manager.

2019 bereits mehr als 15 Prozent

Insbesondere im Bereich Frontier Markets kann es sich anbieten, auf aktiv gemanagte Fonds zu setzen. Aufgrund von Intransparenzen auf weniger entwickelten Märkten können Fondsmanager ihre Stärken hier voll ausspielen. Für taktische Investments oder zur Beimischung kann es aber auch Sinn machen, auf ETFs zu bauen. Ein Beispiel ist der Xtrackers S&P Select Frontier Swap UCITS ETF (WKN: DBX1A9), welcher den gleichnamigen Index nahezu eins zu eins abbildet. 2019 legte der Index bereits um 15,76 Prozent zu. Der ETF bildet den Index synthetisch ab und vereinnahmt aktuell Einlagen von 122 Millionen Euro auf sich. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,95 Prozent.

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