Südkorea trotzt dem Handelsstreit

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Warum ausgerechnet Südkorea der lachende Dritte im Handelsstreit sein könnte.

Südkorea hat eine beispiellose Transformation hinter sich gebracht: Der ehemalige Agrar-Staat steht heute für High-Tech und ist in vielen Bereichen weltweit führend. So auch bei Smartphones. Samsung zählt zu den wichtigsten Herstellern der Welt und ist auch beim Übertragungsstandard 5G ganz weit vorne. Doch auch Südkorea ist nicht von äußeren Einflüssen verschont. Vor allem der Handelsstreit zwischen China und den USA belastet die gesamte Region. Dabei könnte Südkorea gar profitieren, glaubt man Deutsche-Bank-Chefanlage-Stratege Ulrich Stephan: „Südkoreanische Technologieunternehmen fahren bei der Produktion schon jetzt mehrgleisig. Sie können die Märkte in den USA und im Reich der Mitte mit Smartphones aus ihren Standorten in Vietnam und Südkorea beliefern und so die Folgen von US-Einfuhrzöllen gering halten“, so Stephan in einem aktuellen Marktkommentar.

5G als Wachstumstreiber

Wachstumstreiber könnte die Übertragungstechnik 5G sein. Wie Stephan schreibt, würden 2019 lediglich Absätze im Umfang von rund 20 Millionen Stück erwartet. Schon 2022 könnten es allerdings 366 Millionen Geräte jährlich sein. Die gute Position von Samsung könnte sich langfristig auszahlen und auch der gesamten südkoreanischen Wirtschaft helfen. Viele Unternehmen gelten als indirekte Profiteure des Weltmarktführers.

Südkorea-ETF: Mehr als Samsung

Um in Südkorea zu investieren können Anleger neben einem Direktinvestment in Aktien von Samsung auch auf Fonds setzen. Bewährt haben sich beispielsweise ETFs wie der HSBC MSCI Korea UCITS ETF (WKN: A1JJU5) Der ausschüttende Fonds büßte im laufenden Jahr zwar 1,5 Prozent an Wert ein, ist auf Sicht von drei bzw. fünf Jahren aber noch immer deutlich im Plus. Neben Samsung (27,3%) spielen weitere Unternehmen eine wichtige Rolle im Index. Beispiele sind SK Hynic (4,63%), Hyundai (2,71%) und Shinhan Financial (2,61%). Die Gesamtkostenquote beträgt 0,6 Prozent.

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