100.000 Euro aus Erbe – reicht dies aus für Ihre Rente?

Sie haben eine beachtliche Summe geerbt? Wer klug vorgeht, kann mit dem Erbe ein gutes Auskommen in der Rente erreichen. Doch reichen 100.000 Euro tatsächlich aus?

Wie viel Vermögen für einen sicheren Ruhestand ausreicht, hängt maßgeblich mit Lebenserwartung, Lebensstil und Inflation zusammen. Letztlich sind Dividenden das beste und einzig kalkulierbare Instrument, um stabile Cashflows aus einem liquiden Portfolio zu generieren.

Über kaum etwas wird in Deutschland so gerne und leidenschaftlich diskutiert wie über die gesetzliche Rente. Kein Wunder. Sinkt doch der durchschnittliche Rentenbezug in Deutschland kontinuierlich. Bis 2050 solle es nur noch weniger als 40 Prozent im Verhältnis zum Durchschnittsverdienst desselben Jahres sein. Auch die Höhe ist begrenzt. So haben selbst Spitzenverdiener eine maximale rechnerische Rente von derzeit 3.139 Euro im Monat.

Ein Erbe kann der Grundstock für die Altersvorsorge sein

Eine alternative Ruhestandsfinanzierung ist gefragt, um im Alter gut versorgt zu sein. Dabei dürfen sich künftige Ruheständler keiner Illusion hingeben und das zur Verfügung stehende Geld überschätzen. Wer beispielsweise 100.000 Euro geerbt hat, kann damit einen Grundstock für die private Altersvorsorge schaffen – nicht mehr.

Tipp der Redaktion: Hier finden Sie Dividenden-ETFs, die sich für das Erbe eignen.

Wer die 100.000 Euro beispielsweise als Zuschuss zur gesetzlichen Rente ansieht, könnte zehn Jahre lang jeden Monat etwas mehr als 800 Euro entnehmen, dann ist das Geld weg.

Besser ist es, die Summe anzulegen, um davon zu leben. Letztlich sind Dividenden das beste und einzig kalkulierbare Instrument, um stabile Cashflows aus einem liquiden Portfolio zu generieren. Die Zahlen sprechen für sich: Im Dax liegt die Dividendenrendite durchschnittlich bei 2,5 bis 3,5 Prozent. Die Top-Titel können durchaus auch Werte von rund fünf Prozent erreichen.

Auf diese Weise errichten (angehende) Ruheständler ein tragfähiges Konzept, das ererbte Vermögen sinnvoll anzulegen und beispielsweise die strategische Kapitalanlage und laufende Entnahmen zu kombinieren. Wer beispielsweise die genannten 800 Euro monatlich aus seiner Kapitalanlage als Zuschuss zur gesetzlichen Rente und den sonstigen Vermögenswerten benötigt, verlängert durch die Kombination von Wertzuwachs und Dividenden die Verfügbarkeit seines Vermögens auf fast 20 Jahre.

Dividenden können die Lösung sein

Eine Dividendenstrategie kann daher ein nützliches Instrument für Anleger sein, die ein betont risikoadjustiertes Konzept suchen und kontinuierliche Ausschüttungen benötigen. Der Vorteil ist, dass dividendenstarke Unternehmen in der Regel als sogenannte Value-Werte einen guten Mittelweg zwischen Rendite und Risiko herstellen.

Über den Autor: Dyrk Vieten

Dyrk Vieten ist Geschäftsführer der ficon Vermögensmanagement GmbH in Düsseldorf.