Cannabis Aktien nahe Jahreshoch – steht eine weitere Rally an?

Steigende Akzeptanz bei Patienten und Ärzten, anstehende Legalisierung in Neuseeland und steigende Nachfrage in Großbritannien lassen die Kurse steigen.

Nach starken Marktrückgängen im Rahmen der globalen Ausbreitung des Coronavirus erholte sich der Sektor im April und Mai wieder schnell und steht nun wieder Nahe dem Jahreshöchststand. Zwar sieht sich die Industrie weiterhin mit Gegenwind konfrontiert in Hinsicht auf das Bewertungsniveau einiger Unternehmen, deren Ertragserwartungen aufgrund der schweren gesamtwirtschaftlichen Lage leiden. Aber gleichzeitig erwies sich der Sektor als widerstandsfähiger als von vielen Beobachtern erwartet. Dank zunehmender Akzeptanz bei Patienten und Ärzten sowie dem voranschreitenden Abbau regulatorischer Hürden, entwickelt sich das Geschäft positiv vor allem bei Anbietern von medizinischem Cannabis und CBD Wellness Produkten, was in einem Plus von 16% mündete bei den Aktienpreisen im Mai.

Medizinische Cannabis Sektor als „essentiell“ eingestuft in den USA und Kanada

In den drei Hauptbereichen Medizin, CBD und tertiäre Dienstleistungen war die Geschäftstätigkeit durch die Krise kaum beeinträchtigt. Medizinische Cannabisunternehmen haben Ihre Produktionsaktivitäten fortgeführt und liefern weiterhin Medikamente an ihre Patienten, nicht zuletzt dank der offiziellen Einstufung als essentieller Sektor durch die Behörden in Kanada und den USA. CBD Wellness ist zwar fragmentiert, ist aber in erster Linie ein Online-Vertriebsmodell und kann somit auch in Zeiten sozialer Isolation weiter operieren. Obwohl es in der Lieferkette zu kleineren Problemen gekommen ist, haben die Produktverkäufe weiter zugenommen, da die Kunden in dieser außergewöhnlichen Zeit mit einer Zunahme von Angst- und Schlafproblemen zu kämpfen haben. Zu guter Letzt konnten auch Unternehmen aus dem Segment tertiäre Dienstleistungen konnten den Umsatz ebenfalls weiterhin steigern, da die Anforderungen an die Infrastruktur für die anderen beiden Kategorien weiterhin wachsen.

Globale Legalisierung schreitet voran, Nachfrage nach CBD steigt

Ein weiteres positives Signal kam aus Neuseeland. Dort wurde für September 2020 ein Referendum angesetzt, um über die Legalisierung von Cannabis für den Privatkonsum abzustimmen. Die vorgelegten Rechtsvorschriften sind umfassend und enthalten Einzelheiten zur Regulierung von Produkten, Marktteilnehmern und Lieferketten. Wie in Kanada wird in der Gesetzgebung versucht, Cannabis in pflanzlicher Form zu legalisieren, um mit der Entwicklung und Herstellung von Produkten zu beginnen. Das Land erwartet Steuereinnahmen in Höhe von 490 Mio. USD aus legalen Cannabisverkäufen, basierend auf aktuellen Schätzungen der Verkäufe im illegalen Markt.

Auch in Europa gibt es gute Nachrichten für den Sektor. Die jüngsten Statistiken aus Großbritannien deuten auf eine steigende Nachfrage nach Cannabidiol (CBD) Produkten seit Beginn der Pandemie hin. Dem Bericht zufolge kaufen derzeit mehr als 8 Millionen Briten CBD-Produkte, wobei die Ausgaben allein in den ersten vier Monaten des Jahres 2020 mehr als GBP 150 Mio. betrugen. Laut Umfragen trauen sich auch immer mehr Patienten alternative, naturbasierte Therapien auszuprobieren, vor allem bei Schlaf- und Angststörungen, was die Nachfrage nach Cannabinoid Produkte steigert.

US-Behörden ebnen Weg für breitere Nutzung von Cannabis Medikamenten

Das Erfolgsmedikament Epidiolex wurde von der US Drug Enforcement Agency (DEA) wie erwartet herabgestuft. Eine Herabstufung bedeutet, dass das Medikament in Apotheken in den USA ohne bundesstaatliche Beschränkungen für kontrollierte Substanzen verkauft werden kann, was den Zugang für Patienten erheblich vereinfacht. GW Pharma, der Entwickler von Epidolex, verkündete während der jüngsten Berichtsaison, dass es zu einer erhöhte Verschreibungshäufigkeit von Epidiolex gekommen ist. Dabei bezog man sich auf eine Umfrage, in welcher 60% der Ärzte angaben, das Medikament auch für andere refraktäre Epilepsien zu verwenden, um die Effektivität in neuen Segmenten zu prüfen. Dies zeigt, dass Mediziner sich inzwischen vermehrt mit dem Gedanken anfreunden, Cannabis-basierte Medizin zu verschreiben und neue Anwendungsgebiete auszutesten, eine wichtige Grundlage für die Verbreitung solcher Medikamente.

Nicht auf den Lärm hören und mit Weitsicht handeln

Wie in unseren früheren Berichten erwähnt, ist der Silberstreifen, der sich aus der Covid19-Krise ergibt, die Validierung von medizinischem Cannabis und CBD-Wellness als wichtige Branchen, die die Gesundheit und das Wohlbefinden von Patienten fördern und die steigende Akzeptanz genießen bei Medizinern und Patienten. Manche Medien werden weiterhin den Verfall der Branche beschwören. Es ist aber wichtig, die Fakten vom Lärm zu unterscheiden und wir verweisen Investoren weiterhin auf das qualitativ hochwertige Wachstum von medizinischem Cannabis und CBD-Wellness.

HANetf The Medical Cannabis and Wellness UCITS ETF

WKN: A2PPQ0 ISIN: IE00BG5J1M21
Kurs 6,92 €
Kosten (TER) 0,80 %
Fondsvolumen 10 Mio. €
Indexabbildung Physisch
1 Monat 0,00 %
Lfd. Jahr 0,00 %

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