Die Techno-Party geht weiter – die Tech-Branche macht es möglich

Technologie ist das aktuelle Zauberwort am Anlagehimmel. Portfoliomanager Manfred Rath ist überzeugt: Die Tech-Party geht weiter.

Der teilweise kometenhafte Kursanstieg einiger Aktien hinterlässt sowohl jubelnde als auch ungläubige Anleger. Denn die Kurse der Technologiewerte entfernen sich immer mehr von herkömmlichen Bewertungsmaßstäben. Für Anleger bedeutet dies, dass sie selektiver vorgehen und Unternehmens-Stories kritisch hinterfragen müssen. Dennoch gehören diese Aktien weiterhin ins Depot. Die globale Geldschwemme wird die Vermögenspreise weiter steigen lassen.

Tech-Unternehemen schon hoch bewertet

Die Bewertungen großer Technologiewerte erinnern an die Sorglosigkeit zu Zeiten der Internetblase vor 20 Jahren. Auch damals zählten fantastische Stories mehr als Substanz und Ertrag der Unternehmen. Doch die damaligen Verhältnisse sind nur schwer mit der aktuellen Situation vergleichbar. Zum einen gab es zu jener Zeit noch Zinsen. Zum anderen hat der Druck zugenommen, neue Technologien schneller (weiter) zu entwickeln. Diese Dynamik hat sich nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie beschleunigt.

Trotzdem darf man sich zum Beispiel die Frage stellen, ob ein Unternehmen wie Tesla an der Börse dauerhaft mehr wert sein kann, als Volkswagen und Toyota, die beiden größten Automobilhersteller der Welt, zusammen.

In der aktuellen Situation besteht die Kunst darin, mit dem richtigen Portfolio-Mix weiterhin von dynamischen Entwicklungen zu profitieren und gleichzeitig nicht komplett nach unten durchgereicht zu werden, wenn an der Börse Ernüchterung eintritt.

Tipp: Hier finden Sie eine Auswahl an Tech-ETFs.

Das wird nur mit einer Mischung aus Trendsettern sowie defensiven, vernachlässigten und substanzstarken Titeln halbwegs zu stemmen sein. Bei den Trendwerten ist die Konzentration auf Bereiche festzustellen, in denen der Wandel besonders erkennbar ist. Hier wäre zum Beispiel die Digitalisierung in der Arbeitswelt, der Bildung und im Einkaufsverhalten hervorzuheben. Da sind schon mal jüngere Unternehmen auf die Watchlist zu nehmen, die erst in der Zukunft Geld verdienen werden.

Tech-Titel aus den USA haben Substanz

Substanzielle Titel aus der Tech-Branche sind vor allem in den USA zu finden. Konzerne wie Adobe, Alphabet, Apple oder Microsoft sind seit Jahren erfolgreich und schwimmen in Geld. Auch wenn diese Werte analytisch gesehen nicht gerade günstig sind, es wird auf längere Sicht weiter aufwärtsgehen (müssen).

Über den Autor: Manfred Rath

Manfred Rath ist Portfoliomanager bei der KSW Vermögensverwaltung AG in Nürnberg.

Anmerkung der Redaktion: Der nachfolgende ETF ist keine Empfehlung des Gastautors. Wir möchten Ihnen lediglich exemplarisch einen ETF zeigen.

iShares NASDAQ 100 UCITS ETF

WKN: A0YEDL ISIN: IE00B53SZB19
Kurs 573,30 €
Kosten (TER) 0,33 %
Fondsvolumen 5.071 Mio. €
Indexabbildung Physisch
1 Monat +3,05 %
Lfd. Jahr +31,30 %
Mehr Infos zum: iShares NASDAQ 100 UCITS ETF
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