Kryptowährungen – nur ein Hype oder unverzichtbares Asset?

Über Sinn und Unsinn von Kryptowährungen wurde in den vergangenen Wochen viel gesprochen. Experten und Analysten sind sich uneinig. Lesen Sie im Beitrag, was für und was gegen Bitcoin und Co. spricht und was Sie als Anleger daraus lernen können. 

Bei einer so neuen Anlageklasse wirken sich sämtliche Entwicklungen stark auf die Akzeptanz und somit auch auf den Preis aus. Deutlich wurde das besonders im Mai, als Tesla-Chef Elon Musk verkündete, Bitcoin nicht mehr als Zahlungsmittel zuzulassen. Der Kurs brach massiv ein. Kurze Zeit später überlegte Musk es sich jedoch wieder anders – und der Kurs stieg rasant um fast 10 Prozent an. Musk schien alleiniger Herr über Aufstieg und Fall des Bitcoin zu sein.

Das zeigte vor allem eines: Noch fehlt den Anlegern das Vertrauen in Kryptowährungen und kleine Ereignisse können deshalb große Wirkungen erzielen. Und obwohl jede Anlageklasse früher oder später Krisen und Korrekturen erlebt, haben die Ereignisse im Mai Wasser auf die Mühlen derer gegossen, die ohnehin schon am Potenzial digitaler Assets zweifeln. So ist sich ausgerechnet Augustin Carstens, Chef der BIZ, sicher, dass es sich bei dem Hype um Kryptowährungen um eine Blase handelt. „Der Bitcoin ist nur für zwei Dinge gut – zum Spekulieren und für Lösegeldzahlungen“ lautet sein harsches Fazit.

Gute Gründe für Bitcoin und Co.

Nicht jeder Krypto-Experte teilt diese Meinung und trotz aller Kritik gibt es Argumente, die für eine Erwägung digitaler Assets sprechen. Phillipp Sandner, Leiter des Blockchain Center der Frankfurt School of Finance, sieht die Vorteile vor allem in der Globalität. Menschen aus allen Herrenländern können auf Kryptowährungen zurückgreifen. Er geht davon aus, dass etwa der Bitcoin noch einige Zeit im Aufwärtstrend bleiben wird – denn die Währung nutzen immer mehr Privatanleger.

Laut Florian Ginez, Associate Director, Quantitative Research bei WisdomTree besteht ein weiterer großer Vorteil in der Portfoliodiversifizierung und der potenziellen Optimierung des risikoadjustierten Profils. Die Anlageklasse zeige eine Korrelation von fast null gegenüber den meisten anderen Anlageklassen. Aus dieser Perspektive könnten die Investoren abwägen, ob digitale Assets im Zusammenhang mit ihrem Portfolio sinnvoll wären.

Aufwärtspotential für Anleger

Den zweiten möglichen Vorteil sieht Ginez im Aufwärtspotenzial von Kryptowährungen. Die Blockchain scheint als neue technologische Entwicklung allgemein über gewisse Wachstumschancen zu verfügen, ob durch eine Anlage in digitale Münzen, Tokens, börsennotierte Blockchain-Unternehmen oder Venture-Capital-Investments. In einem Umfeld niedriger Zinsen sind die Investoren auf der Suche nach Renditen und diese Anlageklasse bietet dazu eine neue Möglichkeit.

Auch die Experten von Goldman Sachs glauben an einen Aufschwung – gehen aber davon aus, dass Ethereum das dominierende Bitcoin langfristig vom Krypto-Thron stoßen könnte. Autor Marc Friedrich sieht das anders – im Interview  gewichtet er Bitcoin höher als andere Kryptowährungen. Anlegern rät er, 20 Prozent im Portfolio mit Bitcoin zu befüllen.    

Kryptowährungen: Akzeptanz wächst weiter

Trotz des Skeptizismus, mit dem viele Experten Bitcoin gegenüberstehen, gewinnt die Währung – und auch andere Kryptos – weiter an Akzeptanz. Erst kürzlich hat etwa der Kreditkartenanbieter Mastercard verkündet, Kryptowährungen zu akzeptieren und auch Paypal ermöglicht den Handel mit den Cyber-Zahlungsmitteln. Andere Finanzdienste werden sicher nachziehen und auch eine Öffnung des Online-Handels ist wahrscheinlich.

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Sichere Investitionsmöglichkeiten

Doch wie können Anleger möglichst sicher in Kryptowährungen investieren?
Florian Ginez sagt: „Die Entwicklung neuer Produkte, wie Exchange Traded Products (ETPs), vereinfacht den Investoren das Eingehen eines sicheren Engagements. Europäische und kanadische ETPs sind erfolgreich und lassen auf die Nachfrage schließen, die Exchange Traded Funds in den USA generieren könnten, wenn sie zugelassen werden.“

Noch braucht es Zeit, um die völlige Akzeptanz durch Regulatoren und auch Investoren und Verbrauchern zu erreichen. Doch das ist kein neues Phänomen, sondern zieht sich nicht nur durch die Finanz- sondern die Menschheitsgeschichte. Das Vertrauen wird kommen – und somit ein weiterer Aufschwung. Es lohnt sich also, dranzubleiben.

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