Schwellenmärkte und die digitale Revolution in Zeiten sozialer Distanzierung

Die Ausbreitung des Coronavirus veranlasst Menschen weltweit dazu, ihre Alltagsabläufe grundlegend anzupassen und sich neue Verhaltensmuster anzueignen.

Unternehmen aus dem Internet und E-Kommerz Sektor spielen hierbei eine wichtige Rolle, denn Sie ermöglichen, dass unsere Gesellschaften weiterhin so reibungslos wie möglich funktionieren. Schwellenmärkte nehmen bei dieser Entwicklung eine Vorreiterrolle an. Für Investoren entstehen dabei attraktive Wachstumschancen. Wir stellen einige dieser Unternehmen vor und zeigen, wie Anleger am besten partizipieren können.

In struktureller Hinsicht sehen Schwellenländer relativ gut aus verglichen zu Industrienationen. Demografisch sind sie klar im Vorteil, denn 85 Prozent der Weltbevölkerung und knapp 90 Prozent der Bevölkerung unter 30 Jahren lebt dort. Außerdem schwimmen Industrieländer in Schulden mit einer doppelt so hohen Staatsverschuldung von 105 Prozent relativ zum BIP. In Sachen Wirtschaftswachstum schätzt die Weltbank das reale BIP-Wachstum für Schwellenländer für 2020 auf 4,6 Prozent gegenüber 1,5 Prozent für Industrienationen. Die temporäre Anpassung dieser Werte aufgrund der Coronavirus Pandemie ist noch nicht abzusehen, aber mittel- bis langfristig dürften diese Basiswerte weiter Bestand haben. China ist hierfür ein Musterbeispiel. Vor 30 Jahren waren Menschen in Amerika im Schnitt 24-Mal so wohlhabend wie in China. Heute liegt dieser Wert nur noch bei drei und fällt weiter.

Das Smartphone wird zur Schaltzentrale unseres virtuellen Lebens

Um die neuen Bedürfnisse der aufstrebenden Mittelklasse in Schwellenmärkten zu befriedigen, bedarf es der nötigen Infrastruktur um Güter und Dienstleistungen anzubieten. Die Vertriebskanäle ändern sich aber im Zeitalter des Internets. Smartphones sind bereits ab $50 verfügbar und verbinden Konsumenten mit dem Internet und allen dort verfügbaren Waren und Dienstleistungen. Als Resultat sind während der letzten Jahre einige der größten E-Kommerz und Tech-Unternehmen der Welt entstanden, darunter Alibaba, Tencent und Mercado Libre. Die überwiegende Mehrheit des online-Marktes in Schwellenmärkten ist aber noch gar nicht erschlossen, da die durchschnittliche Penetrationsrate von Smartphones in Schwellenländern unter 50 Prozent liegt. Jede Stunde erhalten ca. 4.000 Menschen in Indien ihr erstes Smartphone und beginnen, Nachrichten zu senden, Videos anzusehen, Essen zu bestellen und mit ihrem Smartphone zu bezahlen. Dieser Trend wird in Zeiten der Selbstisolation nochmal verstärkt, wenn es zur Notwendigkeit wird, Güter des alltäglichen Lebens online zu bestellen oder berufliche and soziale Treffen in die digitale Welt zu verlagern.

Digitale Dienstleistungen als Speerspitze des Wachstums

Die meisten Anleger sind bereits gut vertraut mit der Abkürzung FAANG, welche für eine Gruppe weltweit führender amerikanischer Unternehmen steht, die Ihre Erträge zum Großteil mit digitalen, internetbasierten Dienstleistungen erwirtschaften. Das gleiche Konzept kann, mit einer kleinen Anpassung, auch auf Schwellenmärkte angewandt werden, denn auch dort gibt es eine Reihe führender Unternehmen, die die digitale Revolution im Alltag vorantreiben, wie die folgende Darstellung illustriert.

Quelle: HANetf, EMQQ

Weiterbildung, Unterhaltung, Arztbesuch – alles natürlich im Internet

Ein interessantes Beispiel aus dem Gesundheitssektor ist die brasilianische Firma Afya, Marktführer bei der Bereitstellung medizinischer Aus- und Fortbildung im digitalen Format. Bis zu 11.300 Medizinstudenten nutzen derzeit die online Weiterbildungskurse und Publikationen von Afya, um auf dem neuesten Stand zu bleiben zu Forschungsergebnissen bezüglich COVID-19. Ebenfalls aus dem Gesundheitssektor ist die Firma WeDoctor, Chinas führende Plattform für technologiebasierte Gesundheitslösungen. Das Unternehmen bietet nahtlose Online- und Offline-Gesundheitsdienste sowie die Integration von Allgemeinärzten und Fachärzten. Ein wichtiger Meilenstein in der Weiterentwicklung des Gesundheitssystem war die Eröffnung des ersten Internetkrankenhauses des Landes, des Wuzhen Internet Hospital, welches einen entscheidenden Beitrag liefert zur sicheren Diagnose und Behandlung von Patienten mit Coronavirus Symptomen. Ebenfalls aus China ist das Unternehmen ByteDance, Betreiber der neuesten Social Media-Sensation „TikTok“, welche es Nutzern erlaubt, Kurzvideos von sich aufzunehmen, wahlweise begleitet von Music und Ton. Die Handy-App wurde bereits über eine Milliarde Mal runtergeladen und neue Nutzer strömen täglich hinzu, seitdem immer mehr Länder weltweit soziale Distanzierung verordnet haben. ByteDance, welches sich aktuell noch in Privatbesitz befindet, wurde inzwischen mit USD 75 Milliarden bewertet, mehr als die meisten DAX Konzerne.

Traditionelle Schwellenmarkt Indizes verspielen das Renditepotential

Anleger, die am Wachstum dieser Unternehmen partizipieren möchten, sollten bei der Auswahl ihres Investments jedoch genau hinsehen. Traditionelle Schwellenmarktinvestment haben in der Vergangenheit nämlich enttäuscht und nicht die gewünschten Renditen geliefert. Der Grund dafür ist die relativ hohe Gewichtung von staatlich geführten Unternehmen in den gängigen Schwellenmarkt Indizes wie dem MSCI Emerging Markets oder FTSE Emerging Markets. Solche Unternehmen sind oft ineffizient und weisen schwache Corporate Governance auf. Im Gegensatz dazu hat der Internet und E-Kommerz Sektor in Schwellenmärkten ein beeindruckendes Ertragswachstum von durchschnittlich 40 Prozent pro Jahr erzielt zwischen 2008 und 2018 und ist somit deutlich besser positioniert, um Anlegern ganz gezielt die gewünschten Renditen zu liefern.

HANetf EMQQ Emerging Markets Internet & Ecommerce UCITS ETF

WKN: A2JR0G ISIN: IE00BFYN8Y92
Kurs 13,33 €
Kosten (TER) 0,86 %
Fondsvolumen 106 Mio. €
Indexabbildung Physisch
1 Monat +6,47 %
Lfd. Jahr +48,72 %

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