Von Redaktion27. September 2021
So retten Sie Ihr Vermögen vor der Inflation.

So retten Sie Ihr Vermögen vor der Inflation

Das Inflationsgespenst geht um. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihr Vermögen vor der Inflation in Sicherheit bringen können.

Die Inflationsentwicklung schreitet derzeit massiv voran. Wir erleben ein Umfeld mit steigenden Preisen bei fortdauernden Nullzinsen. Das wird sich so schnell nicht ändern. Ohne eine zukunftsorientierte Anlagestrategie ist es kaum möglich, dass Sparer ihr Kapitel dauerhaft erhalten, geschweige denn vermehren.

Dividenden als Antwort auf Inflation

Eine Möglichkeit ist der Einsatz von Dividendentiteln. Sie bieten eine sehr gute Ergänzung beispielsweise zu Anleihen-Investments, die nur noch in ambitionierten Risikoklassen ordentliche Kupons aufweisen. Dividendenaktien bleiben letztlich das einzig halbwegs kalkulierbare Instrument, um stabile Cashflows aus einem liquiden Portfolio zu generieren. Die mittel- bis langfristige Perspektive spricht dafür.

Vor allem Dividendenfonds sind daher wieder ein wichtiges Basisinvestment für alle konservativ ausgerichteten Portfolios und für jene Investoren, die auf laufende Ausschüttungen angewiesen sind. Historisch ist belegt, dass die Dividende mehr als 50 Prozent an der Aktienperformance ausmacht. Zudem schwanken Dividenden weniger als Kurse, sodass die Dividende ein wesentlicher Treiber der Performance darstellt. Die Wachstumsperspektiven gut ausgewählter Dividendenrendite sind durch weitere Erholungen der allgemeinen Konjunktur überproportional stark, sodass bestimmte Dividendenkonzepte nach einer Normalisierung sehr rasch die Fünf-Prozent-Marke in der Dividendenrendite nehmen können.

Tipp: Hier finden Sie Dividenden-ETFs.

Empfehlenswert sind generell aktiv gemanagte Fonds im Vergleich zu ETFs. Bei den regelmäßig eingesetzten physisch replizierenden ETFs wird ein Index vollständig und genau nach den Anteilen der einzelnen Werte an dem Index nachgebildet. Und damit setzen sich Investoren eben dem Risiko aus, Werte zu kaufen, die sie aus bestimmten Gründen vielleicht überhaupt nicht wollen. Gerade beim MSCI World ist darauf hinzuweisen, dass dieser mittlerweile zu über 60 Prozent aus USA-Werten besteht und daher eine enorme Abhängigkeit von US-Dollar und US-Aktienmarkt aufweist. Das muss dem Investor klar sein, dass er sich möglicherweise Klumpenrisiken aussetzt, die nachteilig sein können.

Auch Gold kann nicht schaden

Eine andere Möglichkeit, das Depot vor negativen Inflationseinschlägen zu schützen, sind Gold-ETFs. Gold zahlt zwar keine Zinsen, dafür glänzt es seit über 2000 Jahren in seiner Funktion als Vermögensschutz. Gold-ETFs sind mit physischem Gold besichert, bilden die Goldpreisentwicklung ab und stellen rechtlich gesehen Sondervermögen dar. Grundsätzlich bieten sich Gold-ETFs für Anleger an denen der physische Besitz nicht wichtig ist, sondern die an der Goldpreis-Entwicklung teilhaben und das Depot gegen inflationsbedingte Schwankungen absichern wollen. Eine weitere Möglichkeit sind inflationsgesicherte Anleihen, sogenannte Inflation Linker. Eine inflationsindexierte Anleihe bietet dem Investor Schutz vor dem Inflationsrisiko.

Über den Autor: Dyrk Vieten

Dyrk Vieten ist Geschäftsführer der ficon Vermögensmanagement GmbH in Düsseldorf.