Spannungsfeld Compliance

So gelingt die automatisierte Geldanlage trotz Insiderwissen.

Das Thema Insiderhandel spukt aktuell durch die nationalen Schlagzeilen. Und in der öffentlichen Wahrnehmung taucht plötzlich das Sentiment wieder auf, dass die Finanzbranche immer noch ein Sorgenkind sei. Forderungen nach schärferen Regeln und Sanktionen werden laut. Doch die Finanzbranche hat bereits strengste Auflagen. Jeder, der in der Branche arbeitet, kann davon ein Lied singen. Und auch für viele andere Berufsgruppe gelten in Sachen Geldanlage strenge, zusätzliche Rechtsvorschriften. Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte, Steuerberater, Manager, Unternehmensberater und viele andere kennen das Problem. Denn sie haben regelmäßig mit sensible Unternehmensdaten zu tun.

Schutz vor Unwissenheit

Das bedeutet, dass sie Wertpapiere dieser Unternehmen nur eingeschränkt, beziehungsweise gar nicht handeln oder halten dürfen. Denn das Ausnutzen privilegierter Informationen zum eigenen Vorteil wäre Insiderhandel. Die hauseigenen Compliance-Abteilungen haben ein wachsames Auge auf mögliche Verstöße und müssen regelmäßig den Aufsichtsbehörden Bericht erstatten. Dabei ist aber längst nicht jeder Verstoß gegen Compliance-Vorgaben beabsichtigt. Oftmals entstehen diese durch Unwissen der handelnden Person. Denn Compliance-Vorgaben sind komplex und nicht immer leicht zu überblicken. Die rechtlichen Konsequenzen für Unternehmen und Einzelpersonen sind trotzdem nicht zu unterschätzen.

„No-Buy-List“ bietet Lösung

Im Bereich der einzeltitelbasierten Online-Vermögensverwaltung war das bisher ein Problem. Denn eine automatisierte Portfolio-Allokation barg stets das Risiko, dass im Portfolio Titel landeten, die nicht gehandelt oder besessen werden dürfen. Etwa die Aktie eines Unternehmens, das ein Wirtschaftsprüfer bilanziert. Oder die Aktie des Konzerns, bei dem man angestellt ist.

Somit waren viele Berufsgruppen vom Zugang zu einer automatisierten Online-Vermögensverwaltung ohne ETFs abgeschnitten. Mithilfe einer neuen technologischen Lösung kann Solidvest (► Zum Testbericht) für Kunden bestimmte Aktien und Anleihen vom Handel ausschließen. Diese werden über eine spezifische Unternehmenskennziffer, die LEI, blockiert. Sie landen damit auf der sogenannten „No-Buy-List“ und werden in der Portfolio Zusammenstellung nicht berücksichtigt. Die No-Buy-List gilt für jeden Kunden individuell.

Individualität trotz Automatisierung

Solidvest bietet damit eine weitere Möglichkeit für Kunden, trotz einem hohen Grad an Automatisierung, das Portfolio nach individuellen Bedürfnissen und Wünschen anzupassen. Kunden können so ohne Sorge vor negativen rechtlichen Konsequenzen eine Online-Vermögensverwaltung in Anspruch nehmen.

Langfristige Erfahrungen und Auszeichnungen garantieren keinen Anlageerfolg. Wertpapiere unterliegen marktbedingten Kursschwankungen, die möglicherweise nicht durch das aktive Management des Vermögensverwalters ausgeglichen werden können.

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